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Geschrieben am August 14, 2011 - von reisekalle
Der Traum von einsamen Inseln
Als ich mich zu den Kanarischen Inseln aufmachte, hatte ich den Traum von einsamen Inseln. Ich wurde bald eines besseren belehrt. Die Küsten sind meistens rundum zugebaut und nehmen viel vom Reiz der Eilande.Â
Andalusien ist ein großes weites Land, dass mit seinen 92 Einwohnern pro qkm weit mehr Rückzugsfläche bietet als die in meiner Vorstellung gedachten einsamen Inseln der Kanaren. Diesen paradiesischen Luxus der unendlichen Weite und Einsamkeit konnte nur Fuerteventura mit 61 Einwohnern pro qkm toppen.  Obwohl La Gomera und El Hierro noch einmal um 20 Einwohner pro qkm darunter liegen, sind sie zu klein um den gleichen Eindruck wie Fuerteventura bieten zu können. Vielleicht liegt es daran, dass sich die Einwohner auf Fuerteventura  in den wenigen großen Städten, wie El Puerto del Rosario und Corralejo konzentrieren. Insgesamt leben dort über 49.000 Menschen, auf einer Fläche, die in etwa so groß wie La Gomera ist.  Die restlichen  51.000 Einwohner verlieren sich in der Weite des Landes. Immerhin würde La Gomera 4,5 mal in Fuerteventura hineinpassen.
Zum Vergleich – um eine ungefähre Vorstellung von der Besiedlungsdichte zu bekommen – hat Deutschland beispielsweise 229 Einwohner pro qkm, also fast das Vierfache wie Fuerteventura. Teneriffa mit 425 Einwohnern und Gran Canaria mit 531 Einwohnern pro qkm sind hoffnungslos übersiedelt. Während Gran Canaria die einzigartige Bergwelt als Rückzugsmöglichkeit hat, schmälern in Teneriffa die unendlichen Touristenströme, die wie Alpträume keine Hindernisse auslassen, die Freude an der unberührten Natur.Â
Auch wenn meine Darstellungen ein wenig negativ klingen mögen, so ist jede kanarische Insel eine Reise wert. Lanzarote hat seine Feuerberge und die Hinterlassenschaft des Cesár Manrique. Fuerteventura hat einsame Landschaften und Küsten, riesige Dünengebiete und wird beherrscht von der kargen Naturgewalt. Auf Gran Canaria findet man eine bizarre Bergwelt. Teneriffa hat ein paar Rückzugsgebiete wie das Anagagebirge. Es besitzt den weltweit größten künstlichen Sandstrand und die einzigartige Lavawelt um den Teide. In La Gomera kann man tagelang durch die Nebelurwälder streifen und La Palma ist die Wanderinsel Nr.1. El Hierro fasziniert mit typischer Pflanzenwelt und den schönsten frei zugänglichen Meeresschwimmbecken der Kanaren. Da fällt die Entscheidung schwer.
Geschrieben am April 21, 2011 - von reisekalle
Cádiz – eine Stadt mit langer Vergangenheit
Inselhopping 2011 Kanarische Inseln 4.Teil
Vorher etwas Andalusien
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Fünf Tage Andalusien
Es blieben noch fünf Tage bis die Fähre nach Arrecife auslief, also genügend Zeit, um Andalusien anzuschauen. Genauer gesagt, die Gegend zwischen Cádiz und Algeciras.
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Älteste Stadt Europas
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Fernweh inbegriffen
Parque Natural BahÃa de Cádiz
Geschichte und Mythos
- Cádiz wurde 1100 v.Chr. von den Phöniziern gegründet, 500 v. Chr. von den Karthagern besetzt und später von den Römern eingenommen.
. - In der Nähe wurde der Eingang zur Unterwelt vermutet. Plato als auch Plinius glaubten hier den Ort des untergegangen Atlantis.
- Nach den Römern eroberten die Westgoten, danach die Mauren und schließlich im Jahre 844, die Normannen die Stadt.
- Zu dieser Zeit sank sie zur Bedeutungslosigkeit hinab. Dies änderte sich mit der Eroberung durch Alfons X.
- Kolombus benutzte Cádiz für seine zweite und vierte Expedition um die Neue Welt zu entdecken.
- Sir Francis Drake versenkte eine hier liegende Flotte.
- Der Earl of Essex zerstörte 1596 ein Drittel der Stadt.
- 1717 erhielt Cádiz das Privileg zum Handel mit den Kolonien.
- 1805 lief hier die französische-spanische Flotte aus, die dann von Admiral Nelson in der berühmten Schlacht am Kap Trafalgar vernichtet wurde.
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Erst kommt die Ernüchterung, dann ist Zeit zum Träumen
Geschrieben am April 12, 2011 - von reisekalle
Die Fährverbindungen der Kanarischen Inseln
Inselhopping 2011 Kanarische Inseln 3.Teil
Reiseinfos
Drei Fährgesellschaften
Fred Olsen fährt schnell ist aber teuer
Acciona Mediterranea vs. Naviera Armas
Die Acciona Mediterranea läuft  die Kanarischen Inseln von Cádiz (Andalusien/ Südspanien) aus an. Auf ihrer Route bis nach La Palma macht sie in Lanzarote, Gran Canaria und Tenerrifa je einen kürzeren oder längeren Zwischenstopp(1 Stunde in Arrecife, ca. 5 bis 6 Stunden in Las Palmas de Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife).  Fuerteventura wird nur auf  der Rückfahrt von La Palma nach Cádiz angelaufen und ist daher irrelevant. Nach meinen Informationen zahlt man für die Fahrkarte – unabhängig vom Ziel – einen Einheitspreis. Was die Reisedauer angeht, bietet sie für Lanzarote mit 30 Stunden und Gran Canaria mit 39 Stunden optimale Bedingungen.  Nach Teneriffa ist man jedoch 49 Stunden und nach La Palma 63 Stunden unterwegs. Wer also diese Inseln oder Fuerteventura, oder sogar  La Gomera oder  El Hierro  mit dem Auto besuchen möchte, fährt mit der Armas besser.  Die Naviera Armas stellt die  die Verbindung zwischen Portugal (Portimao) und Teneriffa via Madeira (Funchal) her. Da sie zusätzlich täglich  mehrmals zwischen den einzelnen kanarischen Inseln verkehrt, gibt es für die Überfahrt nach Teneriffa die Option zur kostenfreien Anschlußfahrt auf eine benachbarte Insel der Wahl.  Dies macht die Armas gegenüber der Acciona wesentlich attraktiver. Leider scheinen nur wenige diese Variante zu kennen.
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Fahrkarte der Armas ist ein Jahr gültig
Gegenüber der Acciona spart man bei der Armas  für die Fahrt nach Teneriffa, einschließlich Zwischenstopp auf Madeira, zehn Stunden ein.  Die Acciona ist  gut gebucht, so dass man eventuell in der Hochsaison auf eine rechtzeitige Reservierung angewiesen ist. Bei der Armas kann man scheinbar sicher sein, immer eine kurzfristige Fahrkarte zu bekommen, denn die Fähre war jedes Mal höchstens zu einem Viertel besetzt. Gegen Acciona spricht die Tatsache, das ein vorbestelltes Ticket an den angegebenen Abreisetermin gebunden ist und bei Nichtwahrnehmung dieses Termins verfällt .  Zumindest fallen bei Absage Stornogebühren an. Bei der Armas ist das Ticket ab Kaufdatum für ein Jahr gültig. Man muss sich zwar auf einen Reistetermin festlegen, kann diesen aber ohne Bearbeitungsgebühren ändern lassen.
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Einmal pro Woche
Sowohl die Acciona wie auch die Armas laufen die Kanarischen Inseln nur einmal in der Woche an.
Nach dem aktuellen Stand für 2011 gilt: Die Armás verlässt jeden Sonntag um 13 Uhr den Hafen von Portimao und die Acciona jeden Dienstag um 17 Uhr den Hafen von Cádiz.
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Schlafmöglichkeiten
Wer sich für die Übernachtung auf der Fähre keine Kabine leisten will, sollte an eine Schlafmatte und einen Schlafsack denken. Man hat viele Möglichkeiten um auf dem Boden zu schlafen.  Bei Acciona sind die Sitze zum bequemen Schlafen geeignet. Man kann die Arrmlehnen  entfernen, so dass aus drei Sitzen ein leidliches Bett entstehen kann. Ich hatte das Glück, dass mein Wagen auf dem offenen Deck geparkt war(dies ist bei Armas leider nicht möglich). Dort hatte ich jederzeit Zutritt und konnte daher bequem in meinem ausgebauten Auto schlafen. Hundebesitzer haben den Vorteil, dass die Käfige ebenfalls auf dem Oberdeck neben den Autos untergebracht sind, so dass Herrchen und Hund sich jederzeit sehen konnten. Bei der Armás blieben die Autos und die Hunde unter Deck. Dieses durfte man nur  festgelegten Zeiten betreten.
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Lottospiel der Preisgestaltung
Inselwechsel auf die Schnelle
Geschrieben am April 10, 2011 - von reisekalle
Winter ade! Guten Tag, lieber Winter?
Inselhopping Kanarische Inseln 2. Teil
Reisegeschichte
Der Wetterbericht verspricht eine sonnige Fahrt in den Süden
Die Wünsche, die sind sonnig. Die Realität, die ist grau!
Es kam der dritte Tag und ich sah, dass alles gut war
Taktik ist der Joker für den Sonnenschein
Man sollte meinen, dass wenn sich die Zeit dem Frühling nähert, das Wetter freundlicher werden würde. Dem war ganz entschieden nicht so. Der März gilt sogar als einer der regenreichsten Monate auf den Kanaren und dies zeigte er mir mit Nachdruck. Glücklicherweise waren auf allen anderen Inseln, die ich nach Fuerteventura besuchte, die Berge so hoch, dass wenn die Wolken sich auf der einen Bergseite verdichteten, sie auf der anderen Seite vollkommen fehlten, so dass ich mir fast immer durch taktische Routenplanung den Sonnenschein erkämpfen konnte. Nur tief in den Bergen hielten sich die Wolken hartnäckig, was ich vor allem auf Madeira zu spüren bekam. Die einzige Chance für die Sonne, waren die schmalen Küstenstreifen im Süden.
Der Winter hält Einzug
Wenn es nicht regnete, dann schneite es. So war der höchste Berg Spaniens und dritthöchster Inselvulkan der Welt, der Teide, während meines Aufenthaltes für Wanderer wegen Schneefalls gesperrt. Mit seinen 3718 m Höhe nimmt er sich im Winter öfter das Recht heraus verschneit zu sein.  Am Wochenende bevölkterten die Tinerfenos die Hochebene des Parque del Teide zwischen Boca Tauce und El Portillo und freuten sich wie Kinder über das, vor dem ich auf der Flucht war. Das tiefe blau des Himmels und die wärmende Sonne schufen jedoch ein sommerlich-winterliches Paradies, so dass sich der Schnee nicht wie in Deutschland feindlich drohend mit dem Tagesgrau vermischte, sondern spielerisch verführerisch zur Überschwenglichkeit verführte. Die Tinerfenos setzten auf die Kühlerhaube kleine Schneemänner, welche am Abend wie Galleonsfiguren die Autos hinunter zur Küste führten, meistens aber schon vorher als weißer Fleck den Straßenbelag zierten.
Der Nebel war mein Zuhause
Die Schneeinsel
Regen, Minusgrade, Sonnenschein und gute Laune
Geschrieben am Februar 16, 2011 - von reisekalle
Inselhopping 2011 auf den Kanarischen Inseln und Madeira
Inselhopping Kanarische Inseln 1. Teil
Einleitung
Die Reise begann am 4.01.2011. Am 2.04.2011 traf ich wieder in Hanau ein. Seitdem habe ich viel erlebt. Da ich die meiste Zeit in der Natur verbrachte, wo ich schwerlich WiFi und WLAN finden konnte, musste ich mich auf einen kurzen Überblick beschränken.  Nun gibt es eine Menge Material zu sortieren und zu bearbeiten. Ich hoffe jedoch, dass ich mindestens zwei- bis dreimal in der Woche einen Artikel posten kann. Mein Anliegen ist diesmal, euch neben persönlichen Reisegeschichten die spektakulärsten Offroadpisten, die spektakulärsten Wanderrouten und die spektakulärsten landschaftlichen Sehenswürdigenkeiten der Inseln und Andalusiens vorzustellen. Jede dieser Inseln hat ihren besonderen Reiz und punktet mit fantastischen Landschaftenbildern, so dass ich keiner den Vorzug geben möchte, die schönste zu sein. Je nachdem, ob der Schwerpunkt des Reisenden beim Baden, beim Wandern,  beim Fahren auf Offroad-Pisten oder bei einer kulturellen oder landschaftlichen Sightseeing-Tour besteht, kann die eine Insel sich besonders hervortun, während die andere in den Schatten treten muss. Natürlich habe ich einen Favoriten, dennoch möchte ich keinen der anderen Inselbesuche missen.
Im Anschluss sind noch einmal die einzelnen Etappen mit einer kurzen Beschreibung aufgelistet.
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Andalusien als Einleitung
06.01 bis 11.01. 2011
- Kurz vor Algeciras am Ende der Welt: Blick auf Marokko
Ich hatte eine gemütliche Sightseeing-Tour von Hanau bis Cádiz geplant. Leider konnte ich nicht ahnen dass der Wetterbericht sich derart täuschen könnte. Schon 10 Tage vorher meldete er ab Dijon Sonnenschein pur. Je näher der Abreisetermin kam um so weniger Sonne war zu erkennen. Das Fazit war, dass ich am ersten Tag nur durch Grau in Grau fuhr und irgendwo in Frankreich bei -6°Celsius in meinem Auto übernachten musste. Es war weniger die Kälte, als die erneute Aussicht auf einen wolkenverhangenen Tag, der mich bewog von den Landstraßen auf die Autobahn zu wechseln, so dass ich bereits am Donnerstag den 6.01.2011 in Andalusien ankam. Die Fähre ging erst am folgenden Dienstag. So hatte ich genug Zeit Andalusien lieben zu lernen. Auch mit den Temperaturen – um die 18°C –  konnte ich mich anfreunden. Auf alle Fälle wird es eines meiner nächsten Reiseziele sein.
Lanzarote
12.01. bis 19.01. 2011
- Kleine Vulkane hinter der wüstenähnlichen Ebene bei Caleta de Famara.
Nachdem ich festgestellt hatte, dass ich zwei  Drittel der Wanderrouten mit dem Geländewagen befahren konnte, verkürzte sich meine Aufenthaltszeit von 20 Tage auf  8. Vulkane und der einheimische Künstler Cesar Manrique prägen diese Insel. Bizarre Lavalandschaften und ein wenig Kunst, ein paar fantastische Wanderwege und vor allem tolle Offroad-Pisten machen diese Inseln zu einem einmaligen Erlebnis.
Fuerteventura
19.01. bis 30.01.2011
- Fuerteventura: Lavaberge und Sandwüste
In meiner naiven Vorstellung glaubte ich in Fuerteventura eine Insel voller Sand vorzufinden. Es kam viel schlimmer. Sie bestand nur aus Geröll, oder etwas feiner ausgedrückt  aus Lavagestein, in dem sich ein paar Sandkästen versteckten, von denen zwei als Naturparks erklärt wurden. Es dauerte nicht einmal einen halben Tag, da hatte mich die Faszination ergriffen. Und nun verstehe ich es. Extreme Charakter können nur extreme Gefühle hervorrufen. Man kann diese Insel entweder hassen oder lieben. Ein dazwischen gibt es nicht.
Gran Canaria
30.01. bis 08.02.2011
- Eine von vielen Schluchten auf Gran Canaria
Gran Canaria möchte ich mit vier  charakteristischen Merkmalen beschreiben. Seine einzigartige bizarre Bergwelt mit ihren vielen engen fantastischen Schluchten ist ein El Dorado für Wanderer, Mountainbiker und Offroad-Fahrer. Die Dünen von Maspalomas, einschließlich der langen Sandstrände, locken  Badelustige, Sonnenanbeter und die Fans der Freikörperkultur  an. Las Palmas  de Gran Canaria lässt als achtwichtigste Stadt Spaniens den Freunden des Nachtlebens, des Stadtbummels sowie des Shoppings alle Grenzen offen. Und schließlich ist Gran Canaria – leider – hoffnungslos überfüllt. Vor allem im Norden reiht sich eine Stadt an die andere. Zu viele Menschen, zuviel Verkehr, keine Parkplätze. Alle haben es eilig. Nicht umsonst hat Gran Canaria von allen Inseln mit 531 Einwohnern pro qkm die größte Bevölkerungsdichte. Zum Vergleich: Fuerteventura hat 61 Einwohner pro qkm und die Bundesrepublik Deutschland 229 Einwohner pro qkm.
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Tenerife
08.02. bis 18.02.2011
- Teide mit Felsengruppe
Die Glanzlichter Teneriffas sind das Anaga-Gebirge, das Teno-Gebirge und der absolute landschaftliche Höhepunkt, der Teide-Nationalpark. Leider ist Teneriffa ein wenig zu brav, zu zivilisiert und für spanische Verhältnisse zu perfekt. Die endlosen Touristenströme werden säuberlich kanalisiert  durch die Landschaften geschleust und es gibt kaum Alternativen um dem Massenansturm zu entkommen, außer man benutzt Landstraßen oder Wanderwege, die wegen Erdrutsche und erhöhter Steinschlaggefahr gesperrt sind. Ignoriert man solche Hinweise, dann öffnen sich paradiesische Momente der Ruhe.
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La Gomera
18.02. bis 23. 02.2011
- Valle Gran Rey
Eine kleine Insel, aber ein Paradies für Wanderer. Der Vielfalt der Angebote sind keine Grenzen gesetzt. Man kann sich einfache kleine Touren für Konditionsschwache bis hin zu Mammuttouren aussuchen,  um sich den Rest zu geben. Schmale Pfade in schwindelnder Höhe, aussichtsreiche Gipfel- und Passbesteigungen oder mystische Wanderungen durch Nebelurwald: La Gomera kann alle Gelüste befriedigen. Wer sich aber auf einen Badeurlaub eingestellt hat, der wird bittere Tränen weinen. Mir sind aus einem anderen Grunde die Tränen geflossen. Denn mit dem Besuch des Valle Gran Rey musste ich einen Mythos ganz tief unter der Erde begraben.
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La Palma
23.02.2011 bis 04.03.2011
La Palma hat auf den ersten Blick wenig Sensationelles vorzuzeigen und entpuppt sich dennoch bald als die schönste Wanderinsel der Kanaren. Wer anderes als wandern vorhat, sollte sich lieber bei den Nachbarinseln umsehen, denn die besonderen Geheimnisse erfährt man hier nur zu Fuss. Die Caldera de Taburiente, das Aushängeschild La Palmas, kann zwar an einigen wenigen Aussichtspunkten angefahrenwerden, wer es aber dabei belässt, dem wird einiges, wenn nicht sogar das meiste von der Großartigkeit der Landschaft dieser Insel entgehen.
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Madeira
05.03. bis 18.03.2011
Auf der Blumeninsel Madeira habe ich ein wenig die Blumen vermisst, deren Vielfalt ich nur in den Parks vorfinden konnte. Wahrscheinlich lag es daran, dass Madeira den kältesten Winter seit 300 Jahren hatte. Drei Monate lang konnte ich erfolgreich der Kälte entfliehen. Auf meiner letzten Station hatte mich schließlich der Winter eingeholt. So kämpfte ich mich in den Bergen durch 30 cm Schnee.
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Spanisches Festland mit Schwerpunkt Andalusien
20.03.2011 bis 02.04. 2011
Die restlichen zwei Wochen belohnte ich mich durch Urlaub zusammen mit meiner Lebensgefährtin. Die Temperaturen waren hier wesentlich höher als auf Madeira. Unsere Reiseroute richtete sich nach der Wetterprophezeihung. Dadurch vermieten wir den Regen. Meistens mussten wir nur 50 bis 100 km weiterfahren um Sonnenschein zu finden. Diese Taktik führte aber auch dazu, dass wir nicht wie geplant, den gesamten Urlaub in Andalusien verbrachten, sondern in Richtung Norden fuhren. Die wichtigsten Stationen waren Malaga, Sevilla, Las Apujarras, MurcÃa, Valencia und Barcelona.
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El Hierro
- El Sabinar
Dies südwestlichste Insel hatte ich vor wenigen Jahren ausgiebig besucht und deshalb auf dieser Reise ausgelassen. Sie ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Einzigartig ist El Sabinar, der Wacholderbeerwald. Nur auf El Hierro haben sich die kleinen Wacholderbüsche zu großen, uralten, knorrigen und vom Wind gebeugten Bäumen entwickelt. Außerdem bestitzt El Hierro meiner Meinung nach die schönsten künstlichen Meereswasserbecken aller kanarischen Inseln.
Geschrieben am Januar 21, 2011 - von reisekalle
Offroad-Sightseeing durch die Kanaren
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Etappenübersicht
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Eigentlich habe ich keine Ahnung wie lange ich unterwegs sein werde.  Ich bin am 4.1.2011 mit  der Absicht losgefahren alle Inseln bis auf El Hierro zu besuchen. Letztere unterlasse ich,  nicht weil sie mir nicht gefällt sondern weil ich sie drei Jahre zuvor ausgiebig besucht habe. Ich werde sie in meinem Reisebericht ebenfalls vorstellen. Da ich unterwegs erfahren habe, dass Amas eine günstigere Überfahrt über Madeira nach Portugal anbietet  als Acciona (nach Cádiz), werde ich logischerweise Madeira mit einbeziehen. Immerhin ist sie der portugiesische Teil des Archipels. Anfangs hatte ich, weil ich die Inseln abwandern wollte, drei bis fünf Wochen pro Insel geplant. Bereits in Lanzarote stellte ich fest, dass man die meisten Wanderwege auch mit dem Geländewagen befahren kann. Ich laufe gern, wenn man das Ziel nur zu Fuß erreichen kann. Kann ich es jedoch mit dem Auto erreichen, dann fahre ich lieber. Auf breiten Pistenzu wandern, finde ich langweilig, vor allem dann, wenn es stundenlang durch Lavafelder geht. Man muss schon masochistische Eigenschaften oder einen meditativen Zugang haben um dort für das Laufen Begeisterung finden zu können. Mit dem Geländewagen erschließt sich die Gegend jedoch auf fantastische Weise. Teilweise geht es nur mit Allrad voran. Natürlich gibt es auch einige grandiose Wanderwege, die ich am Ende meiner Reise (5.April 2011) vorstellen werde. Bis dahin, werde ich von jeder Insel, die ich abgeschlossen habe, wenigstens schon ein Bild vorstellen, um eure Neugier etwas anzufachen.
Hier stelle ich die ersten Eindrücke beim Offrad-Fahren vor:
Geschrieben am Januar 21, 2011 - von reisekalle
Aktuelle Etappenübersicht
Hier kannst du schon die ersten Kurzbeschreibungen zu den aktuellen Inseln lesen.
Andalusien, seit 20.03.2011
Madeira, 05.03. bis 18.03.2011
La Palma, Â 23.02.2011 bis 04.03.2011
La Gomera, 18.02. bis 23. 02.2011
Tenerife, seit 08.02. bis 18.02.2011
Gran Canaria, 30.01. bis 08.02.2011
Fuerteventura, 19.01. bis 30.01.2011
Lanzarote, 12.01. bis 19.01. 2011
Andalusien, 06.01 bis 11.01. 2011
Geschrieben am Januar 21, 2011 - von reisekalle
Fränkische Alb im Nürnberger Raum
Ein fränkisches Mittelgebirge
Die Fränkische Alb, auch Frankenalb oder Fränkische Jura genannt, ist ein fränkisches Mittelgebirge, das von Lichtenfels am Main in südwestliche Richtung bis zum Ostrand des Meteoritenkraters Nördlinger Ries zieht und sich dann als Schwäbische Alb fortsetzt. Städte in der unmittelbaren Umgebung sind Bamberg und Nürnberg im Westen, Bayreuth und Regensburg im Osten und Ingolstadt an der Donau im Süden. Die Frankenalb gliedert sich in drei Teile: die Nördliche, Mittlere und Südliche Frankenalb. Bekannte Naturparks der Nördlichen Frankenalb sind die Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst und Hirschwald.
Ein Paradies für Höhlenfreunde
Die Hersbrucker Schweiz liegt im Nürberger Raum östlich von Nürnberg. Der Name  assoziiert ein Landschaftsbild unsers alpenländischen Nachbarns. Tatsächlich fasziniert die Gegend um Hersbruck mit fantastischen Felsformationen, die teilweise oft in den Wäldern versteckt liegen und nur zu Fuß zu erreichen sind. Bei Hirschbach kann man auf einem ca. 20 Kilometer langen Rundwanderweg etwa 30 Höhlen erforschen. Hierbei sollte unbedingt festes Schuhwerk, strapazierfähige Kleidung und eine Lampe mitgenommen werden. Bei Klaustrophobie sollten einige Höhlen ausgelassen werden. In manche kann man bis 20 m tief hineinklettern und dann ist nicht einmal der Hauch eines Lichtfadens zu sehen. Durch manche kann man hindurchkriechen. Sie werden so eng, dass man fast auf dem Bauch rutschen muss. Die beeindruckenste Höhle mag das Osterloch bei Hegendorf sein. Sie ist mehrräumig, 48 m lang und am äußersten Ende 9 m tief. Ab 1.Oktober ist diese Höhle jedoch, wie viele größere Höhlen wegen der Fledermäuse bis März gesperrt, denn ein Besuch der Höhlen könnte in dieser Zeit für Fledermäuse tödlich ausgehen. Die kleinen Körper dieser Tiere haben nämlich gerade soviel Platz für ihren “Winterspeck”, dass ihre Energiezufuhr nur für die Dauer eines ungestörten Winterschlafes ausreicht. Werden die Fledermäuse aufgeschreckt und bewegen sich um ihre Körperstellung oder sogar iihren Schlafplatz zu wechseln, können diese wenigen Bewegungen schon zu einem Energiedefizit führen, so dass die kleinen Tiere den Winter nicht mehr überstehen.  Wer mehr über Fledermäuse wissen möchte, sollte unbedingt Noctalis in Bad Segeberg besuchen.
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Zum Klettern sind sie da
In der Hersbrucker Schweiz kann man klettern ohne Ende. Bei Hirschbach gibt es den Norissteig, einen Kletttersteig, den auch Anfänger versuchen können. Er entspricht der Schwierigkeitsklasse A und man hat  immer die Möglichkeit auf einem parallel verlaufenden Wanderweg das Klettererlebnis zu umgehen. Ein Klettersteigset wird empfohlen. Schwindelfrei sollte man vor allem am Brettl und an der Mittelbergwand sein. Erstere ist eine 30 m hohe Steilwand mit sehr schmalen Band, das teilweise unterbrochen ist und nur durch im Fels eingelassene Stahlstifte bezwungen werden kann. Die Mittelbergwand ist sogar 50 m hoch.
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Die Geislochhöhle
Eine andere Höhlenwanderung findet man in der Nähe von Plech. Die Geislochhöhle, eine ehemalige 145 m lange Schauhöhle mit vier größeren Kammern, einem wassergefüllten Sinterbecken und zeitweise sogar einem Höhlensee, bildet den Höhepunkt dieser Wanderung. Auch diese Höhle ist vom 1.Oktober bis April geschlossen.
Schließlich sind noch die Maximiliangrotte, die Vogelherdgrotte bei Neuhaus an der Pegnitz und das Felsenlabyrinth bei Sackdilling zu empfehlen. Die ersten beiden Grotten können über den karstkundlichen Wanderpfad beginnend in Neuhaus und das Felsenlabyrinth von Sackdilling aus erkundet werden. Das Felslabyrinth aus einer anderen Richtung anzugehen ist zurzeit nicht interessant, weil langweilige Schotterwege das Terrain beherrschen. Hinzu kam, dass zu meiner Zeit – im Oktober 2010 – Forstarbeiten den gesamten Bereich vor dem Labyrinth verunstaltet haben.
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Keltische Wehranlage und Höhlen aus der Altsteinzeit
Bei Happurg gibt es gleich mehrere unterschiedliche Sehenswürdigkeiten. Die Houbirg, eine keltische Wehranlage, auf deren teilweise 10 m hohen Mauerresten der Berg umrundet werden kann; der Hohle Felsen, eine 16 m lange Höhle, die bereits in der Altsteinzeit bewohnt wurde;  eine fantastische Aussicht auf den Happurger Stausee oberhalb des Hohlen Felsen;  schließlich die Doggerstollen, die heute leider mit Stahltüren verschlossen sind. Hier sollten im Zweiten Weltkrieg BMW-Flugzeugmotoren produziert werden. 4000 KZ-Häftling kamen zwischen  Mai 1944 und April 1945 bei der Errichtung der Stollen wegen der schlechten Arbeitsbedingungen ums Leben.
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Die Geiskirche
Die Geiskirche, eine 20 m lange, 8 bis 13 m breite und bis zu 3,5 m hohe Felsenhalle bei Peilstein ist ebenfalls beeindruckend. Der Wanderer trifft sie am Ende eines Klettersteigs entlang der mauerartigen Bastion des Lenzenberges.
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Märchenhaftes Pegnitztal
Ein absolutes Muss sollte das Pegnitztal zwischen Rupprechtstegen und Velden sein. Märchenhaft erheben sich hier Felsentürme hinter den Häusern von Lungsdorf und frühe Morgennebel vermögen den Betrachter ins Land der Feen und Geister zu versetzen. Ein absolutes Muss sollte auch das Wahrzeichen der Hersbrucker Schweiz, die Halbruine Hohenstein, sein die den gleichnamigen Ort wildromantisch überragt.
Pegnitztal
Hohenstein
Geschrieben am Januar 2, 2011 - von reisekalle
Entlang des Main-Donau-Kanals zwischen Bamberg und Nürnberg
Die großen Städte wie Bamberg, Fürth und Nürnberg habe ich bereits vorgestellt. Bamberg als Kulturerbestadt und Nürnberg mit seinen bedeutenden geschichtlichen Ereignissen und berühmten Persönlichkeiten bieten Einzigartiges und Unvergeßliches. In Fürth dominierte  zu meinem Reisezeitpunkt die Michaeliskirchweih, so dass ich nichts anderes als dieses Fest vorstellen konnte. Zwischen diesen großen Städten sollten zwei kleinere nicht vergessen werden. Forchheim besticht vor allem mit seinem schönen Fachwerkensemble am Marktplatz. Möhrenddort besitzt ein einzigartiges Freilichtmuseum außerhalb der Stadt an den Ufern der Pegnitz. Hier stehen die letzten historischen Wasserschöpfräder Mitteleuropas. Ehrenamtliche geschichts- und traditionsbewußte Bürger warten mit viel Mühe und Fleiß diese Mühlen, so dass sie -gemäß der noch gültigen “Baiersdorfer Wasserverordnung”  - vom 1.Mai bis zum 30.September die umliegenden Felder bewässern. Etwas südlich von Nürnberg  - aber in unmittelbarer Nachbarschaft, so dass ich die Stadt noch erwähnen möchte – liegt Schwab. Man sagt von ihr, dass sie einen der schönsten Martkplätze Frankens besitze.
Geschrieben am Januar 2, 2011 - von reisekalle
Michaeliskirchweih in Fürth
Die Michaeliskirchweih oder umgangssprachlich Fürther Kärwa ist die größte Straßenkirchweih Bayerns und gilt als eines der ältesten und größten Volksfeste Bayerns überhaupt. Da der Name des Festes von der Michaeliskirche abgeleitet wurde, die um 1100 entstand, nimmt man den Ursprung der Michaeliskirchweih ebenfalls in dieser Zeit an. Das Fest beginnt alljährlich am Namenstag des Erzengels Michael am 29.September und dauert 12 Tage. Höhepunkt ist der Erntedankzug am zweiten Kirchweihsonntag, an dem um die 3000 Teilnehmer mitwirken. Circa 1,5 Millionen Besucher kommen jährlich. In dieser Zeit ist die Innenstadt um die Fürther Freiheit gesperrt.
MichaeliskirchweihGeschrieben am Januar 2, 2011 - von reisekalle
Die Hassberge
Panoramablicke
Versteckte Kleinode
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Mariengrotte
Judenfriedhof Kleinbardorf
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Der Landschaftsgarten Bettenburg, der sich einsam und etwas versteckt dem Wanderer offenbart, wurde 1789 vom Freiherr Christian Dietrich Truchseß von Wetzhausen in Auftrag gegeben. Er schuf damit einen Versammlungsort für Intellektuelle, an dem sich Gäste wie der Dichter Friedrich Rückert einfanden. Heute kann man diesen Ort auf einem schmalen Rundpfad mit Hinweistafeln erkunden.
Landschaftsgarten Bettenburg
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Bizarre Felsenformationen
Schlösser, Burgen und Ruinen
Städte in den Hassbergen und in der näheren Umgebung
Hassfurt
Geschrieben am Januar 2, 2011 - von reisekalle
Das obere Maintal zwischen Bamberg und Coburg
Viel zu sehen auf engem Raum
- Bamberg – Weltkulturerbestadt,
- Kloster Banz – das bedeutendste Barockloster Frankens,
- die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen – die schönste Perle spätbarocker Sakralarchitektur,
- der Schlossplatz in Coburg – einer der schönsten Plätze seiner Epoche,
- die Veste Coburg – eine der größten und schönsten mittelalterlichen Burgen der Bundesrepublik
- und schließlich der 539 m hohe aussichtsreiche Staffelberg, der dem Betrachter das Obere Maintal in seiner ganzen Pracht zu Füßen legt:
all diese Großartigkeit wird dem Frankenreisenden – konzentriert auf einer 50 km lange Strecke entlang des Maines – zwischen Bamberg und Coburg beschert.
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Das Coburger Land und der Staffelberg
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Bad Staffelstein, Ausgangspunkt zu prunkvollen Barock und Rokoko
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Hier lässt  sich entscheiden, ob man den Staffelberg, das Kloster und die Wallfahrtskirche auf einer aussichtsreichen 18 Kilometer langen Wanderung erkunden oder die einzelnen Ziele doch lieber mit dem Auto abklappern will. Jedenfalls kann man die Zwischenzeit für einen kleinen Spaziergang durch Bad Staffelstein nutzen um einige Fachwerkhäuser – vor allem das Rathaus – zu besichtigen.  1684 bis 1687 wurde auf das mittelalterliche Erdgeschoss  ein zweigeschössige Fachwerk  aufgesetzt. Vom Rathaus kann der Aufstieg zum Staffelberg beginnen in dem man dem weißen H folgt. Gelaufen werden muss auf alle Fälle, denn auch vom Wanderparkplatz in Romanstal  ist eine Zufahrt bis ganz nach oben nicht erlaubt. Der Aufstieg wird jedenfalls mit einer grandiosen Aussicht auf das Maintal belohnt. Eine Wirtschaft sorgt fürs gute fränkischen Bier und Brotzeit. Wer sich zum Wandern entschlossen hat, folgt anschließend dem H auf dem Höhenweg mit weiten Rundblicken auf der Hochebene weiter bis Vierzehnheiligen .  Nach der Wallfahrtskirche  wird es bald anstrengend, weil zum Kloster Banz erst ein Abstieg zum Main notwendig wird, bevor der nächste Berg zum Kloster bestiegen werden muss. Diese letzte Etappe bis einschließlich zum Ausgangspunkt Bad Staffelstein ist sehr langatmig, weil man relativ oft gezwungen wird, auf  befahrenen Landstraßen oder  neben her zu laufen. Für Wanderer gilt also zu überlegen, ob sie Kloster Banz auslassen und direkt von der Wallfahrtskirche zurück nach Bad Staffelstein laufen und das Kloster zu einem anderen Zeitpunkt  mit dem Auto anfahren.
Kloster Banz
Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen
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Coburg
Endstation ist  Coburg. Dort bietet sich sich der Marktplatz als idealer Ausgangspunkt für einen Stadtrundgang an. Denn bereits hier beeindruckt vor allem die prächtige Spätrenaissance-Fassade des Stadthauses, bevor man sich vom  Schlossplatz mit der mächtigen Ehrenburg und – nach einem kleinen Anstieg durch den Park – von der Veste Coburg überwältigt wird.
CoburgGeschrieben am Januar 2, 2011 - von reisekalle
Gleichberge – Keltenstadt und Frankenblick aus Thüringen
Die auffälligsten  und gleichzeitig dicht beieinander liegenden höchsten Gipfel der Gleichberge sind die  vulkanischen Basaltkegel des Großen (679 m) und des kleinen Gleichbergs (641 m). Sie liegen nördlich der Hassberge in Thüringen an Grenze zu Unterfranken. Beide Gipfel kann man nur zu Fuß erkunden und zwar am besten vom Parkplatz des Waldhauses, das auf dem Sattel zwischen den beiden Bergen liegt. Hier befindet sich auch das Steinburgsmuseum, das hervorragende Einblicke in das kulturelle Leben von der Mittelsteinzeit um 8000 v.Chr. bis zum Hochmittelalter zeigt.
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Die Steinsburg selbst ist eine bedeutende keltische Stadtanlage  auf dem kleinen Gleichberg. Sie stammtaus der Zeit von 600 bis 100 v. Chr. Ein Lehrpfad führt uns hinauf zu den Resten des Oppidums und gibt mit zahlreichen Infotafeln einen Einblick über seine Geschichte und Bedeutung.
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Der große Gleichberg bietet einen fantastischen Ausblick auf Franken, der daher auch den Namen Frankenblick erhalten hat. Daneben zeugt der in der Nähe befindliche ehemalige Steinbruch mit Resten von Militäranlagen von der traurigen Brutalität einer engstirnigen selbsternannten Herrenrasse. Hier wurden kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeiter aus dem Konzentrationslager Buchenwald ermordet. Kaum zu glauben, dass Schönheit und Häßlichkeit so eng beieinander wohnen können.
Geschrieben am Dezember 28, 2010 - von reisekalle
Im Herzen des Fränkischen Weinlandes
Mainviereck, Maindreieck und  Steigerwald
Das fränkische Weinbaugebiet teilt sich in drei große Regionen auf: der Untermain am Mainviereck, das Maindreieck und der Steigerwald. Während im Mainviereck – die wichtigsten Weinorte sind  Bürgstadt, Großheubach und Klingenberg am Main – aufgrund der vorhandenen Buntsandsteinböden, vor allem Rotweine wie Frühburgunder und Spätburgunder angebaut werden, steht in den anderen beiden Regionen der Weißwein im Vordergrund. Im Steigerwald sind es die Keuperböden um den Schwanberg bei Iphofen, die den Weinen einen besonderen Geschmack geben und im Maindreieck die Muschelkalkböden. Hier werden in erster Linie Silvaner angebaut, die zu den besten der Welt gehören.
Weinlandschaft zwischen Dettelbach und EscherndorfNoah brachte die Weinrebe
Stadtmauern, Wallfahrtskirchen und zu guter Letzt wieder der Wein
Volkach
Volkach z.B. hat einen sehenswerten Altstadtkern mit stattlichen Giebelhäusern, Renaissance-Rathaus und spätgotischer Pfarrkirche. In der Nähe außerhalb von Volkach liegt die gut besuchte Wallfahrtskirche “Maria im Weingarten”. Sie beherbergt eines der bedeutendsten Holzbildwerke Tilman Riemenschneiders, Maria im Rosenkranz.
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Sulzfeld am Main
Geschrieben am Dezember 25, 2010 - von reisekalle
Der Steigerwald, das Frankenland im Kleinen
Miniaturausgabe von Franken
Der Steigerwald als Repräsentant der drei fränkischen Bezirke
Oberfranken ist mit seinem Waldreichtum vertreten, Mittelfranken präsentiert seinen Überfluss an Gewässern und Unterfranken verwöhnt mit seinen Weinlagen. So erschließen sich dem Wanderer vor allem im nördlichen Steigerwald große zusammenhängende Wälder, im östlichen Steigerwald nahezu tausend Weiher und im westlichen und südlichen Steigerwald liebliche Landschaften mit Weinbergen. Letzterer kann, neben den hervorragenden Weinen, das bedeutensdte Mischwald-Gebiet Süddeutschlands vorweisen.  Vor allem wachsen hier Eichen und Buchen, die wiederum zahlreichen anderen Pflanzen Lebensraum erschließen, so dass hier eine Artenvielfalt herrscht, wie sie in Mitteleuropa einzigartig ist. Ähnliche Waldbestände kann nur noch Südfrankreich aufweisen.
Wälder, Weiher und Weinberge
Wälder, Weiher und Weinberge.
Ein Paradies für Tiere
Schmankerl fürs Auge
Die Erhebungen des Steigerwaldes erreichen Höhen, die leicht zu ersteigen sind und grandiose Aussichten liefern. Mit 499 m Höhe ist der Scheinberg der höchste Gipfel. Man muss aber nicht auf Berge steigen um den Blick über weite Wiesen und Felder schweifen lassen zu können. Überall öffnet sich die liebliche Landschaft.
Landschaften im Steigerwald.
Schmankerl für den Gaumen
Impressionen aus Castell
Castell ist eine unterfränkische Stadt, die am westlichen Rand des Steigerwaldes liegt und sich eng an den Schlossberg schmiegt. Hier werden Spitzenweine angebaut. Castell hat in zweierlei Hinsicht eine große Bedeutung. Am 6.April 1659 wurde die Silvaner-Rebe angepflanzt, die heute noch eine der wichtigsten fränkischen Rebsorten ist. Weiterhin war Castell bis 1806 die Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft und ist bis heute der Stammsitz der Fürstenfamilie Castell. Weithin präsentiert sich der malerische Weinort mit seiner ehemaligen grafschaftlichen Kirche.
Großstadtfieber und Kleinstadtbesuche
Entdeckungsreise durch den Steigerwald
Grosslangheim versteckt bedeutende Werke von Riemenschneider und Ebrach protzt mit seiner monumentalen Abtei und Klosterkirche. Damit ist jedoch die Entdeckungstour noch lange nicht zu Ende. Kirchenburgen beeindrucken in Hüttenheim und Mönchsondheim, traditionelle Felsenkeller zeigen sich versteckt, wie zum Beispiel in Trossenfurth. So ergibt sich in kürzester Zeit auf kleinem Fleck eine umfassende Übersicht über das große, lieb zu gewinnende und gastfreundliche Frankenland.
Ebrach und Grosslangheim
Kirchenburgen
Geschrieben am Dezember 25, 2010 - von reisekalle
Nürnberg
Bedeutende geschichtliche Ereignisse
Mit dem Namen Nürnberg denkt man an die Meistersinger, an  Albrecht Dürer, an Spielzeug und den Christkindlmarkt und an Lebkuchen und Bratwürste. Nürberg ist aber auch ein Ort bedeutender  geschichtlicher Ereignisse, von denen man sich an einige wohl ungern erinnert. Es folgen die wichtigsten Eckdaten:
- 1050 wird Nürnberg zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
- 1219 verleiht König Friedrich II. dem Ort Stadtrechte
- 1835 läßt ein bedeutendes technisches Ereignis aufhorchen. Die erste deutsche Eisenbahn verkehrt zwischen Nürnberg und Fürth.
- 1933-38 beginnen die Schattenseiten in der deutschen Geschichte. Die Reichsparteitage der NSDAP werden hier abgehalten.
- 1945-49 finden die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse statt.
- 1952 wird die “Bundesanstalt für Arbeit eingerichtet”
- 2000 feierte Nürnberg sein 950. Stadtjubiläum
Übrigens kann man im Verkehrsmuseum in der Lessingstraße westlich des Bahnhofs einen original großen Nachbau des ersten deutschen Eisenbahnzuges -  des “Adlers” -besichtigen. Im Luitpoldhain im Südosten der Stadt findet man Reste des einstigen Reichsparteitagsgeländes. Das Dokumentationszentrum, das an die Zeit der Reichsparteitage erinnert, befindet sich in der Kongresshalle.
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Berühmte Persönlichkeiten
Vielleicht sollten noch einige berühmte Persönlichkeiten, die hier gwirkt haben,  genannt werden:
- Martin Behaim (1459 bis 1506), Kosmograf und Schöpfer des ersten Globus
- Hans Sachs (1494 bis 1576), Dichter, Meistersinger und zum Zwecke des Broterwerbs Schuhmacher. Seine “Fasnachtsspiele gelten als seine besten Werke und werden heute noch aufgeführt
- Veit Stoß (1445 bis 1533), bekannter Bildhauer. Ein bedeutendes Werk ist der Krakauer Hochaltar in der Marienkirche. Es ist der größte geschnitzte Flügelaltar der deutschen Gotik
- Peter Henlein (1480 bis 1542), Erfinder der Taschenuhr (das Nürnberger Ei)
- Albrecht Dürer (1471 bis 1528), bedeutender Künstler zur Zeit des Humanismus. Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsthistoriker. Das wieder aufgebaute Geburtshaus von Albrecht Dürer in der Nähe des Tiergärtner-Tores zeigt einige Originalgrafiken des Malers, so wie einige Kopien seiner Gemälde und eine “Dürer-Multivision”.
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Ein Spaziergang durch Nürnberg
Es wohl klar, dass Nürnberg aufgrund seiner politischen Bedeutung im Zweiten Weltkrieg ein besonderes  Ziel von Bombenangriffen war. Beim anschließenden Wiederaufbau wurde der historische Grundriss bewahrt. Die mittelalterlichen Stadtmauern mit ihren zahlreichen Toren und Türmen sind größtenteils erhalten geblieben. Innerhalb dieser Mauern bieten die die Burg, die Pfarrkirchen und alten Bürgerhäuser ein umfassendes und eindrucksvolles Bild des alten Nürnberg. Ein paar Eindrücke möchte ich mit der folgenden Bildergalerie wiedergeben.
Geschrieben am Dezember 25, 2010 - von reisekalle
Schweinfurt
Die einstmals Freie Reichsstadt Schweinfurt wurde 1294 durch Graf von Henneberg gegründet. Heute ist sie angesehen durch ihre Kugellagerwerke und Farbenfabriken. An bedeutenden Bauwerken ist das historische Rathaus am Marktplatz zu erwwähnen, eine Glanzleistung der Renaissance, welches zu den wichtigsten profanen Renaissancebauten Süddeutschlands zählt. Es wurde von Nikolaus Hofmann aus Halle erbaut. In der St. Kiliankirche ist das 250 qm große Farbglasfenster des Köllner Künstlers Prof. Georg Meistermann sehenswert. Es ist eines der größten Kirchenfenster Deutschland. Auf einem gemütlichen Spaziergang durch Altstadt und Mainpromenade lassen sich weitere Baudenkmäler entdecken, die ich in meiner Bildergalerie vorstelle.
Geschrieben am Dezember 25, 2010 - von reisekalle
Bamberg, Weltkulturerbe vom Feinsten
Kunst auf sieben Hügeln
Ebenso wie das antike Rom wurde Bamberg auf sieben Hügeln erbaut. Im Jahr 902 wurde die Stadt als Sitz der Babenberger (castrum babenberch) erstmals erwähnt. Es folgten tausend Jahre unermüdliche Baukunst, welche ein einzigartiges Stadtbild schuf, das vom mächtigen Kaiserdom überragt wird. Die Altstadt wurde glücklicherweise vom Krieg verschont und zeigt sich nun stolz als ein denkmalgeschütztes Gesamtkunstwerk zwischen Gotik und Barock.
Bummeln und Entspannen
Trotz der quirligen Touristenströme scheint hier die Zeit ein wenig langsamer zu gehen. Fahrräder und Fußgänger beherrschen das Zentrum. Bummeln und entspannen, heißen hier die Zauberwörter. Zahllose Biergärten laden an sonnigen Tagen zu einer Pause ein. Noch nie gehörte Biersorten können ausprobiert werden, denn hier  und in der Umgebung liegt die größte Brauereidichte. Es überrascht deswegen nicht, dass in der ehemaligen Klosterbrauerei ein Brauereimuseum zur Besichtigung einlädt. Das berühmte Schlenkerla sollte zum Erfahrungsschatz eingefleischter Biertrinker gehören, auch wenn der erste Trinkversuch  wegen seines rauchigen Schinkengeschmacks der letzte bleiben sollte. Man hasst das dunkle Märzen oder man liebt es. Dazwischen scheint es nichts zu geben.
1000 Blüten
Gut ist, dass so viele Rastmöglichkeiten bereit stehen, denn die schier unerschöpfliche Flut an Baudenkmälern und Kunstschätzen könnte unser Geist nicht mit einem Schlag erfassen.  Wer statt speisen und trinken die Bewegung vorzieht, der kann hinter der Neuen Residenz im Rosengarten spazieren gehen, in dem sich zwischen den Rokokoskulpturen tausende von Blüten offenbaren. Hier bietet sich auch ein wunderbarer Blick auf die Altstadt und das Kloster Michaelsberg.
Klein-Venedig
Wenn der Himmel strahlend blau ist, kann man entlang der Regnitz von einem Hauch mediteraner Atmosphäre eingefangen werden. Vor allem dann, wenn man am alten Fischerviertel vorbeischlendert, dessen Häuser bis dicht ans Ufer gebaut sind und welches den Beinamen Klein-Venedig trägt. Der Besuch in Bamberg wird sicherlich unvergeßlich bleiben und manchen wird die Sehnsucht ermuntern zurückzukehren.
Mediteranes FlairGeschrieben am Dezember 25, 2010 - von reisekalle
Iphofen, historische Weinstadt
Die Unterfränkische Stadt Iphofen bezaubert durch seine gut erhaltene barocke Altstadt und den Befestigungsanlagen. Das Rödelseer Tor ist das älteste und auch das bekannteste der drei erhaltenen Stadttore. Es gilt als Perle unter Iphofens Bauwerken und ist ein beliebtes Motiv für Maler und Fotografen. Gleich dahinter kommt der Mittagsturm, in dem früher die Kriminellen aufbewahrt wurden. Die Stadtkirche St. Veit und die Kirche Zum Hl. Blut bergen einige Kunstschätze, die einen Besuch lohnen. Der Marktplatz war früher das kommunikative Zentrum. Hier traf man sich um die Tiere zu tränken und Neuigkeiten auszutauschen. Hier wurden regelmäßig Märkte abgehalten. Diese Tradition versucht man durch den Martini-Markt, den Weihnachtsmarkt und das jährliche Iphöfer Winzerfest im Juli neu zu beleben. Als historische Weinstadt werden hier regelmäßig Weinerlebnisführungen angeboten.
Historische Weinstadt Iphofen
Geschrieben am November 30, 2010 - von reisekalle
Bad Windsheim
Armer Steigerwald-Panorama-Weg
Entspannung mit Bier in Bad Windsheim
Dagegen war ein Spaziergang durch Bad Windsheim entspannend. Das Stadtbild war nett anzuschauen und die stadteigene Brauerei Döbler bewies, dass Biere mehr als nur ein paar Geschmacksrichtungen haben können.
Impressionen aus Bad Windsheim
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Das Landleben vor vielen, vielen Jahren
Das Fränkische Freilandmuseum  am Stadtrand von Bad Windsheim sollte man nicht auslassen. Auf einem  50 ha großen Gelände werden über 100 charakteristische ländliche Häuser in sieben Baugruppen vorgestellt. Der Besucher kann sich unter anderem ein Bild über das Leben im Altmühltal, an der Regnitz oder im tiefsten Mittelalter machen. Regelmäßige Sonderausstellungen und Veranstaltungen vervollkommnen den informationsreichen Ausflug.
Übersichtskarte des Fränkischen Freilandmuseums






























































