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Reisekalle | Landschaftsbilder – Reisebilder – Reiseblog

Autoren Archiv


Geschrieben am August 14, 2011 - von reisekalle

Der Traum von einsamen Inseln

Ünübersehbar ist die Zahl der weißen Häuser, die Bergkämme und Bergtäler bis hinunter zur Küste übersähen.
Dorf an Dorf über Berg und Tal

Als ich mich zu den Kanarischen Inseln aufmachte, hatte ich den Traum von einsamen Inseln. Ich wurde bald eines besseren belehrt. Die Küsten sind meistens rundum zugebaut und nehmen viel vom Reiz der Eilande. 

 

Andalusien ist ein großes weites Land, dass mit seinen 92 Einwohnern pro qkm weit mehr Rückzugsfläche bietet als die in meiner Vorstellung gedachten einsamen Inseln der Kanaren. Diesen paradiesischen Luxus der unendlichen Weite und Einsamkeit konnte nur Fuerteventura mit 61 Einwohnern pro qkm toppen.  Obwohl La Gomera und El Hierro noch einmal um 20 Einwohner pro qkm darunter liegen, sind sie zu klein um den gleichen Eindruck wie Fuerteventura bieten zu können. Vielleicht liegt es daran, dass sich die Einwohner auf Fuerteventura  in den wenigen großen Städten, wie El Puerto del Rosario und Corralejo konzentrieren. Insgesamt leben dort über 49.000 Menschen, auf einer Fläche, die in etwa so groß wie La Gomera ist.  Die restlichen   51.000 Einwohner verlieren sich in der Weite des Landes. Immerhin würde La Gomera 4,5 mal in Fuerteventura hineinpassen.

Zum Vergleich – um eine ungefähre Vorstellung von der Besiedlungsdichte zu bekommen – hat Deutschland beispielsweise 229 Einwohner pro qkm, also fast das Vierfache wie Fuerteventura. Teneriffa mit 425 Einwohnern und Gran Canaria mit 531 Einwohnern pro qkm sind hoffnungslos übersiedelt. Während Gran Canaria die einzigartige Bergwelt als Rückzugsmöglichkeit hat, schmälern in Teneriffa die unendlichen Touristenströme, die wie Alpträume keine Hindernisse auslassen, die Freude an der unberührten Natur. 

Auch wenn meine Darstellungen ein wenig negativ klingen mögen, so ist jede kanarische Insel eine Reise wert. Lanzarote hat seine Feuerberge und die Hinterlassenschaft des Cesár Manrique. Fuerteventura hat einsame Landschaften und Küsten, riesige Dünengebiete und wird beherrscht von der kargen Naturgewalt. Auf Gran Canaria findet man eine bizarre Bergwelt. Teneriffa hat ein paar Rückzugsgebiete wie das Anagagebirge. Es besitzt den weltweit größten künstlichen Sandstrand und die einzigartige Lavawelt um den Teide. In La Gomera kann man tagelang durch die Nebelurwälder streifen und La Palma ist die Wanderinsel Nr.1. El Hierro fasziniert mit typischer Pflanzenwelt und den schönsten frei zugänglichen Meeresschwimmbecken der Kanaren. Da fällt die Entscheidung schwer.


Geschrieben am April 21, 2011 - von reisekalle

Cádiz – eine Stadt mit langer Vergangenheit

Kanarische Inseln mit den von mir benutzten Fährverbindungen. Von rechts nach links: Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, El Hierro im Südwesten und La Palma im Nordwesten. Die Fährverbindungen: Von Cádiz nach Arrecife (Lanzarote) mit Acciona. Alle anderen Transporte wurden mit der Armás gemacht. Von Playa Blanca (Lanzarote) nach Corralejos (Fuerteventura). Von Morro Jable (Fuerteventura) nach Las Palmas de Gran Canaria. Von Las Palmas de Gran Canaria nach Santa Cruz de Tenerife. Von Los Cristianos (Teneriffa) nach San Sebastián de la Gomera. Von San Sebastián nach Valverde (El Hierro) und nach Santa Cruz de la Palma. Von Santa Cruz de la Palma nach Santa Cruz de Tenerife.

Inselhopping 2011 Kanarische Inseln 4.Teil

Vorher etwas Andalusien

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Fünf Tage Andalusien

Es blieben noch fünf Tage bis die Fähre nach Arrecife auslief, also genügend Zeit, um Andalusien anzuschauen. Genauer gesagt, die Gegend zwischen Cádiz und Algeciras.

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Cáidz mit der Catedral Nueva. Der Küstenstreifen zieht sich von der linken Ecke des Bildes in einem Rechtsbogen bis zum rechten Bildrand und bleibt im unteren Drittel des Bildes. Im Vordergrund das Meer. Mehr als die Hälfte des Bildes ist vom blauen Himmel erfüllt. An der Stelle, wo der Küstenstreifen nach rechts abknickt, steht die Kathedrale.

Älteste Stadt Europas

Cádiz ist die älteste Stadt Europas, dementsprechend übte sie auf mich eine besondere Anziehungskraft aus. Die abwechslungsreiche Geschiche von Seefahrerstaaten und berühmten Schlachten lässt sich in dem Gemisch von verwinkelten dunklen Gassen…
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… und den großzügigen Plazas mit ihren majestätischen Monumenten erahnen.
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Ein kleiner Platz. Im Vordergrund sieht man die Mauer eines Treppenaufgangs zur Kirche San Augustin mit Laterne. Dahinter erstreckt sich der Platz mit Kopfsteinpflaster. Der Platz wírd von drei weißen Häusern begrenzt. Eines steht rechts. Die anderen beiden auf der gegenüberliegenden Seite.  Am rechten Haus auf der Stirnseite bröckelt der Putz. Dahinter sind die Spitzen zweier Kirchtürme zu sehen.

Eine Hauswand in Cádiz. Der bröckelnde Putz zeugt vom kontinuierlichen Verfall. Im Erdgeschoss sind zwei grün vergitterte Fenster. In der Mitte eine braune Tür. Links ist fast der ganze Hausputz weg. im ersten Stock befinden sich drei Fenster. Das mittlere ist eingeschlagen. Auch hier ist die linke Wandseite stärker vom abbröckelnden Putz betroffen. In der oberen Etage fehlt der Putz nur am linken Rand. Auch hier gibt es drei Fenster, von denen das Mittlere eingeschlagen ist.

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Doch in vielen Ecken wird  der unaufhörliche Verfall sichtbar.

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An der Südküste von Cádiz. In der rechten unteren Bildecke ist das blaue Meer zu sehen. Die Avenida, die an der Küste entlangläuft ist vom Meer durch eine angehäufte Mauer von Steinen getrennt. Hinter der Avenida reihen sich die maurischen Häuser von links nach rechst. Fast in der Mitte der Häuserreihe ist die gewaltige Kathedrale mit zwei Türmen und einer kleinen Kuppel zu sehen.

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Fernweh inbegriffen

Seine exponierte Lage am Ende einer schmalen, 9 km langen Landzunge, umgeben vom weiten blauen Meer, verstärkt die abenteuerlichen Fantasien. Wenn man von Puerto Real kommt, überquert man das Meer über die lange Puente José-León-de-Carranza. Rechts dominieren die Schiffswerften von Puerto Real und der Hafen von Cádiz. Nur Abgebrühte, so glaube ich, könnten dem aufkommenden Fernweh widerstehen, dass mich bei dieser Überfahrt, bis in die kleinste Körperzelle hinein, ergriff.
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Parque Natural Bahía de Cádiz

Linker Hand erstreckt sich ein einzigartiger Naturpark zwischen Cádiz und San Fernando. Ein sumpfiges Küstenland, bestehend aus Lagunen, Dünen und Pinienwäldern, dass noch weitgehend seine Natürlichkeit bewahrt hat.
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Geschichte und Mythos

  • Cádiz wurde 1100 v.Chr. von den Phöniziern gegründet, 500 v. Chr. von den Karthagern besetzt und später von den Römern eingenommen.
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  • In der Nähe wurde der Eingang zur Unterwelt vermutet. Plato als auch Plinius glaubten hier den Ort des untergegangen Atlantis.
  • Nach den Römern eroberten die Westgoten, danach die Mauren und schließlich im Jahre 844, die Normannen die Stadt.
  • Zu dieser Zeit sank sie zur Bedeutungslosigkeit hinab. Dies änderte sich mit der Eroberung durch Alfons X.
  • Kolombus benutzte Cádiz für seine zweite und vierte Expedition um die Neue Welt zu entdecken.
  • Sir Francis Drake versenkte eine hier liegende Flotte.
  • Der Earl of Essex zerstörte 1596 ein Drittel der Stadt.
  • 1717 erhielt Cádiz das Privileg zum Handel mit den Kolonien.
  • 1805 lief hier die französische-spanische Flotte aus, die dann von Admiral Nelson in der berühmten Schlacht am Kap Trafalgar vernichtet wurde.

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Heute ist Cádiz einer der wichtigsten Häfen Spaniens. Große Werften und Raffinerien prägen das Bild. Fischerei und die Fischkonservenfabriken sind von Bedeutung.
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Am Ende der Avenida de Andalucía, die durch einen breiten grünen Mittelstreifen geteilt wird, steht die mächtige Stadtmauer mit ihren Toren.

Erst kommt die Ernüchterung, dann ist Zeit zum Träumen

Zunächst kämpft man sich auf der breiten, teilweise sechsspurigen, kilometerlangen Avenida durch hohe,  abschreckende Plattenbauten. Am Ende, an der Plaza de la Constitución, zeigen die dicken Stadtmauern den Beginn der Altstadt an, die mich aus der anfänglichen Ernüchterung zurück in die Träume holt.

Geschrieben am April 12, 2011 - von reisekalle

Die Fährverbindungen der Kanarischen Inseln

Inselhopping 2011 Kanarische Inseln 3.Teil

Kanarische Inseln mit den von mir benutzten Fährverbindungen. Von rechts nach links: Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, El Hierro im Südwesten und La Palma im Nordwesten. Die Fährverbindungen: Von Cádiz nach Arrecife (Lanzarote) mit Acciona. Alle anderen Transporte wurden mit der Armás gemacht. Von Playa Blanca (Lanzarote) nach Corralejos (Fuerteventura). Von Morro Jable (Fuerteventura) nach Las Palmas de Gran Canaria. Von Las Palmas de Gran Canaria nach Santa Cruz de Tenerife. Von Los Cristianos (Teneriffa) nach San Sebastián de la Gomera. Von San Sebastián nach Valverde (El Hierro) und nach Santa Cruz de la Palma. Von Santa Cruz de la Palma nach Santa Cruz de Tenerife.

Reiseinfos

Drei Fährgesellschaften

Drei Fährgesellschaften sind für die Kanarischen Inseln von Bedeutung:  Die Naviera Armas, die Acciona Mediterranea (die frühere  Mediterranea erhielt seit der Privatisierung 2002 den Doppelnamen) und schließlich noch Fred Olsen.
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Fred Olsen fährt schnell ist aber teuer

Fred Olsen besitzt die schnelleren Schiffe, aber auch die höheren Preise, die fast das Doppelte ausmachen. Hier ein Beispiel aus der eigenen Erfahrung: Die Überfahrt von Agaete (Gran Canaria) nach Santa Cruz de Tenerife sollte 125 € kosten. Bei Armas bekam ich die Fahrkarte für die etwas längere Fahrstrecke von Las Palmas de Gran Canaria nach Santa Cruz de Tenerife für nur 48 €. Fred Olsen bedient außerdem nur die interinsularen Verbindungen.
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Acciona Mediterranea vs. Naviera Armas

Im Hafen von Cádiz. Im Vordergrund ist die Reling eines Schiffes zu sehen. Links steht ein Mann in dunkler Kleidung, der über die Reling schaut. Gegenüber der Reling liegt eine Fähre der Acciona am Kai. Dazwischen Wasser und ein kleines Motorboot, das leicht rechts im Bild nach links fährt. Hinter der Fähre befinden sich Container übereinandergestapelt. Reichts davon ein großes helles und schlichtes Hafengebäude. In der Ferne Kräne.

Die Acciona Mediterranea läuft  die Kanarischen Inseln von Cádiz (Andalusien/ Südspanien) aus an. Auf ihrer Route bis nach La Palma macht sie in Lanzarote, Gran Canaria und Tenerrifa je einen kürzeren oder längeren Zwischenstopp(1 Stunde in Arrecife, ca. 5 bis 6 Stunden in Las Palmas de Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife).  Fuerteventura wird nur auf  der Rückfahrt von La Palma nach Cádiz angelaufen und ist daher irrelevant. Nach meinen Informationen zahlt man für die Fahrkarte – unabhängig vom Ziel – einen Einheitspreis. Was die Reisedauer angeht, bietet sie für Lanzarote mit 30 Stunden und Gran Canaria mit 39 Stunden optimale Bedingungen.  Nach Teneriffa ist man jedoch 49 Stunden und nach La Palma 63 Stunden unterwegs. Wer also diese Inseln oder Fuerteventura, oder sogar  La Gomera oder  El Hierro  mit dem Auto besuchen möchte, fährt mit der Armas besser.  Die Naviera Armas stellt die  die Verbindung zwischen Portugal (Portimao) und Teneriffa via Madeira (Funchal) her. Da sie zusätzlich täglich  mehrmals zwischen den einzelnen kanarischen Inseln verkehrt, gibt es für die Überfahrt nach Teneriffa die Option zur kostenfreien Anschlußfahrt auf eine benachbarte Insel der Wahl.   Dies macht die Armas gegenüber der Acciona wesentlich attraktiver. Leider scheinen nur wenige diese Variante zu kennen.

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Fahrkarte der Armas ist ein Jahr gültig

Gegenüber der Acciona spart man bei der Armas  für die Fahrt nach Teneriffa, einschließlich Zwischenstopp auf Madeira, zehn Stunden ein.  Die Acciona ist  gut gebucht, so dass man eventuell in der Hochsaison auf eine rechtzeitige Reservierung angewiesen ist. Bei der Armas kann man scheinbar sicher sein, immer eine kurzfristige Fahrkarte zu bekommen, denn die Fähre war jedes Mal höchstens zu einem Viertel besetzt. Gegen Acciona spricht die Tatsache, das ein vorbestelltes Ticket an den angegebenen Abreisetermin gebunden ist und bei Nichtwahrnehmung dieses Termins verfällt .  Zumindest fallen bei Absage Stornogebühren an. Bei der Armas ist das Ticket ab Kaufdatum für ein Jahr gültig. Man muss sich zwar auf einen Reistetermin festlegen, kann diesen aber ohne Bearbeitungsgebühren ändern lassen.

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Einmal pro Woche

Sowohl die Acciona wie auch die Armas laufen die Kanarischen Inseln nur einmal in der Woche an.

Nach dem aktuellen Stand für 2011 gilt: Die Armás verlässt jeden Sonntag um 13 Uhr den Hafen von Portimao und die Acciona jeden Dienstag um 17 Uhr den Hafen von Cádiz.

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Schlafmöglichkeiten

Im Hafen von Cádiz. Das Oberdeck der Fähre mit in mehreren Reihen aufgestellten Autos. Das Deck zieht sich schräg von links unten nach rechts oben. Links ist parallel zu Deck das Wasser des Hafens zu sehen. Dahinter der Kai mit Containern und die Altstadt.

Wer sich für die Übernachtung auf der Fähre keine Kabine leisten will, sollte an eine Schlafmatte und einen Schlafsack denken. Man hat viele Möglichkeiten um auf dem Boden zu schlafen.  Bei Acciona sind die Sitze zum bequemen Schlafen geeignet. Man kann die Arrmlehnen  entfernen, so dass aus drei Sitzen ein leidliches Bett entstehen kann. Ich hatte das Glück, dass mein Wagen auf dem offenen Deck geparkt war(dies ist bei Armas leider nicht möglich). Dort hatte ich jederzeit Zutritt und konnte daher bequem in meinem ausgebauten Auto schlafen. Hundebesitzer haben den Vorteil, dass die Käfige ebenfalls auf dem Oberdeck neben den Autos untergebracht sind, so dass Herrchen und Hund sich jederzeit sehen konnten. Bei der Armás blieben die Autos und die Hunde unter Deck. Dieses durfte man nur  festgelegten Zeiten betreten.

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Lottospiel der Preisgestaltung

Die Preisgestaltung für die Tickets ist für mich ein Rätsel geblieben. Obwohl es Vorlagen gibt, wie zum Beispiel die Länge des Wagens oder ob man Residente (angemeldeter Bewohner der Inseln) ist, konnte ich keine Einheitlichkeit bei der Preisvergabe erkennen. So kam es vor, dass ich für eine wesentlich längere Strecke wie Las Palmas de Gran Canaria nach Santa Cruz de Tenerife nur 48 € bezahlen musste, während mich der Katzensprung von Playa Blanca nach Corralejo 78 € gekostet hatte. Im Schnitt kann man sagen, dass die Tickets zwischen den einzelnen Inseln für eine Person mit  PKW 50 – 100 € kosten. Die Schnellfähren von Fred Olsen sind fast doppelt so teuer.
Für die langen Strecken vom Festland zu den Inseln sollte man ein wenig recherchieren bevor man bucht. Als ich 2010 eine Fahrt von Cádiz nach Lanzarote reservieren wollte, gab es laut Internet und Reisebüro nur noch Kabinenplätze ab 1200 € für eine einfache Fahrt. Ich habe dann direkt bei Acciona in Cádiz nachgefragt (mit Englisch kommt man gut zurecht) und konnte dort telefonisch ein Ticket für ca. 400 € bestellen. Im Jahr 2011 fand ich im Internet ein Angebot, das bei knapp 500 € lag. Aus den schlechten Erfahrungen letzten Jahres – ich hatte den Auslauftermin der Fähre wegen einer Autopanne verpasst und damit die Gültigkeit des Tickets eingebüßt – reservierte ich nicht für die Überfahrt, sondern kaufte mir die Karte direkt am Schalter in Cádiz und musste 615 € bezahlen. Von anderen Passagieren hörte ich, dass sie wesentlich weniger dafür ausgegeben hatten. Im April 2011 fand ich neugierigerweise ein Angebot, dass bei 375 € lag. Bei der Armás bezahlte ich für die Rückfahrt von Teneriffa bis Portimao 377 €.
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Inselwechsel auf die Schnelle

Zwischen den größeren Inseln verkehren die Fährboote mehrmals am Tag, in der Regel bis zu dreimal. Zwischen Playa Blanca (Lanzarote) und Corralejos sogar sieben Mal. Fasst man die Angebote von Armás und Fred Olson zusammen, dann verdoppeln sich die Möglichkeiten. Die kleineren Inseln, die etwas im Abseits liegen, wie La Gomera, La Palma und El Hierro werden weniger oft angefahren. So gibt es zum Beispiel zwischen Valverde (El Hierro) und Santa Cruz de la Palma) nur eine Verbindung pro Woche, zwischen La Palma und Teneriffa zwei.

Geschrieben am April 10, 2011 - von reisekalle

Winter ade! Guten Tag, lieber Winter?

Inselhopping Kanarische Inseln 2. Teil

Reisegeschichte

Kanarische Inseln mit den von mir benutzten Fährverbindungen. Von rechts nach links: Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, El Hierro im Südwesten und La Palma im Nordwesten. Die Fährverbindungen: Von Cádiz nach Arrecife (Lanzarote) mit Acciona. Alle anderen Transporte wurden mit der Armás gemacht. Von Playa Blanca (Lanzarote) nach Corralejos (Fuerteventura). Von Morro Jable (Fuerteventura) nach Las Palmas de Gran Canaria. Von Las Palmas de Gran Canaria nach Santa Cruz de Tenerife. Von Los Cristianos (Teneriffa) nach San Sebastián de la Gomera. Von San Sebastián nach Valverde (El Hierro) und nach Santa Cruz de la Palma. Von Santa Cruz de la Palma nach Santa Cruz de Tenerife.

Der Wetterbericht verspricht eine sonnige Fahrt in den Süden

Seit dem 4. Januar bis einschließlich dem 2. April dieses Jahres versuchte ich gemeinsam mit meinem Toyota Land Cruiser, den ich zwecks Schlaf- und Arbeitsmöglichkeit umgebaut hatte, mit mehr oder weniger großem Erfolg dem Winter zu entrinnen. Das Ziel waren die Kanarischen Inseln. Unterwegs ergab es sich, dass ich einen längeren Aufenthalt in Andalusien, wie auf Madeira einschob. Andalusien ergab sich aus den Umständen eines mangelhaften Wetterberichtes. Dieser suggerierte mir 10 Tage vor meiner Abreise, sonnige Tage auf meiner Route durch Deutschland, Frankreich und Spanien bis nach Cádiz. Deswegen entschloss ich mich für eine Sightseeingtour auf knapp 2500 km langen Landstraßen. Ich wollte am Dienstag den 4. Januar gegen 8 Uhr starten. Da die im einwöchigen Rhythmus auslaufende Fähre  erst am darauffolgenden Dienstag um 17.00 Uhr den Hafen von Cádiz verlassen werde, stellte ich mich auf eine gemütliche, zwar kalte aber Sonnenschein gesegnete, Fahrt gegen Süden ein. Dummerweise – ich hätte es wissen müssen – lag der Wetterbericht (ich schaue meisten bei wetter.com vorbei) mit seiner Prognose vollkommen daneben.
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Die Wünsche, die sind sonnig. Die Realität, die ist grau!

Der zehn Tage voher angekündigte dauerhafte Sonnenschein entpuppte sich, je näher der Abreisetermin kam, als unbeständig wechselshaft. An meinem Abreisetag verließ ich Hanau  um 8 Uhr, bei 3 Grad im Nebel. Der bald einsetzende Regen gab mir deutlich zu Verstehen, dass er diesen Tag nicht gewillt war, die Sonne durchzulassen. Ich tröstete mich mit dem nächsten Tag, den Wetter.com als leicht bewölkt angekündigt hatte. Kurz vor Dijon übernachtete ich auf einem Parkplatz neben der Landstraße irgendwo zwischen Montigny-le-Roy und Langres. Über Nacht sanken die Temperaturen auf Minus 6°C. Im Schlaf spürte ich kaum etwas davon, denn ich hatte eine dicke Bettdecke dabei, die ich vorausschauend für die eingeplanten Übernachtungen in den Pyrenäen und Andorra eingepackt hatte. Beim Aufwachen ließ mich die Undurchsichtigkeit meiner vereisten Frontscheibe  die Kälte außerhalb meines Toyotas erahnen. Meine kühle Nase, welche die ganze Nacht unvorsichtigerweise aus der Bettdecke hervorgeschaut hatte, bekräftigte ebenfalls meine Befürchtungen.  Ich hätte mich am liebsten noch ein wenig vor dem Aufstehen gedrückt. Leider zwangen mich gewisse Geschäfte aufzustehen, welche – wenn ich sie ignoriert hätte – mich mit unangenehmen Folgen bestraft hätten. Es war windstill, dadurch war die Kälte erträglich. Weniger erträglich war der permanent graue Himmel, der nach Ablauf der Dämmerung, penetrant ins Blickfeld rückte und mir auch heute deutlich zu verstehen gab, dass dieser Tag nicht anders werden würde, wie der gestrige. Ich ahnte, dass ihn mein Stinkefinger im wahrsten Sinne des Wortes kalt lassen würde, also unterließ ich es, mich dieser Lächerlichkeit Preis zu geben und suchte schleunigst die nächste Autobahn, um – meine Sightseeingtour außer Acht lassend – in Windeseile gen Süden zu fahren.
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Es kam der dritte Tag und ich sah, dass alles gut war

Es bedurfte einer weiteren Übernachtung auf einem Autobahnparkplatz kurz hinter Madrid, bevor ich mein Ziel erreichte. Meine Augen wollten einfach nicht mehr offen bleiben, selbst wenn ich Streichhölzer zwischen meine Augenlider gesteckt hätte. Ich musste meine Ungeduld zügeln. Nach dieser Ruhepause dauerte es noch mehr als 600 km und ca. 5 Stunden bevor sich mir der Himmel endlich zaghaft mit einem blauen Lächeln zeigte. Dies war kurz vor Cádiz, als die Wolkendecke aufriß. Die restlichen 6 Tage in Andalusien bis zur Abfahrt waren angenehm. Die Temperaturen lagen zwischen 17 und 20 °C. Ein gelegentlicher Regenschauer konnte die sonnige Laune kaum verderben. Der kurze Aufenthalt in Andalusien weckte die Sehnsucht und die Neugierde nach mehr.

Zahlreiche hügeliche Ackerflächen bei leicht bewölktem, blauem Himmel. IN der Mittel der Felder liegt eine dunkelgrüne Buschreihe serpentinen artig. Der leichte Schatten der Wolken auf den sonnengelben Feldern macht die Landschaft plastischer. Dazwischen sind spärlich grün bewachsene Flecken eingeflochten.

Meine Ankunft in Arrecife/ Lanzarote bot mir genau das, was man von den Kanarischen Inseln erwartet, nämlich Sonnenschein. Davon hatte ich die nächsten 6 Tage, denn so lange dauerte dort mein Aufenthalt, in Fülle. Auf Fuerteventura der sonnenreichsten Insel dieses Archipels war das Wetter etwas unbeständiger. Da es dort aber kaum nennesnwerte Berge gibt, welche in der Lage gewesen wären, die durchziehenden Wolken aufzuhalten, gab es – troz gelegentlicher Regenfälle und eines starken Unwetters – keinen Tag ohne Sonne.
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Taktik ist der Joker für den Sonnenschein

Dunkle Berge erheben sich vor blauem Himmel. Dazwischen versuchen sich die Wolken durchzukämpfen.

Man sollte meinen, dass wenn sich die Zeit dem Frühling nähert, das Wetter freundlicher werden würde. Dem war ganz entschieden nicht so. Der März gilt sogar als einer der regenreichsten Monate auf den Kanaren und dies zeigte er mir mit Nachdruck. Glücklicherweise waren auf allen anderen Inseln, die ich nach Fuerteventura besuchte, die Berge so hoch, dass wenn die Wolken sich auf der einen Bergseite verdichteten, sie auf der anderen Seite vollkommen fehlten, so dass ich mir fast immer durch taktische Routenplanung den Sonnenschein erkämpfen konnte. Nur tief in den Bergen hielten sich die Wolken hartnäckig, was ich vor allem auf Madeira zu spüren bekam. Die einzige Chance für die Sonne, waren die schmalen Küstenstreifen im Süden.

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Der Winter hält Einzug

Die die schneebedeckte Kuppe des Teide ragt dominierend im bläulichen Licht.

Wenn es nicht regnete, dann schneite es. So war der höchste Berg Spaniens und dritthöchster Inselvulkan der Welt, der Teide, während meines Aufenthaltes für Wanderer wegen Schneefalls gesperrt. Mit seinen 3718 m Höhe nimmt er sich im Winter öfter das Recht heraus verschneit zu sein.  Am Wochenende bevölkterten die Tinerfenos die Hochebene des Parque del Teide zwischen Boca Tauce und El Portillo und freuten sich wie Kinder über das, vor dem ich auf der Flucht war. Das tiefe blau des Himmels und die wärmende Sonne schufen jedoch ein sommerlich-winterliches Paradies, so dass sich der Schnee nicht wie in Deutschland feindlich drohend mit dem Tagesgrau vermischte, sondern spielerisch verführerisch zur Überschwenglichkeit verführte. Die Tinerfenos setzten auf die Kühlerhaube kleine Schneemänner, welche am Abend wie Galleonsfiguren die Autos hinunter zur Küste führten, meistens aber schon vorher als weißer Fleck den Straßenbelag zierten.

Der Nebel war mein Zuhause

In La Palma waren die Berge ab 800 m Höhe fast jeden Tag im Nebel. Da La Palma fast lückenlos rund um die Insel an der Küste dicht besiedelt ist, blieb mir nur die Übernachtung im Landesinneren. So waren nachts oft dichter Nebel und Temperaturen zwischen zwei bis sechs Grad meine Schlafgenossen. Auch hier musste ich leider eine Traumwanderung in der Caldera Taburiente, dem Aushängeschild La Palmas aufgeben. Der Zugang wurde wegen Schneefall und Nebel von den Rangern verwehrt.
Zu diesem Zeitpunkt  möchte ich erwähnen – um alle evtl. Vorurteile im Keim  zu ersticken – dass ich zu keinem Zeitpunkt auf den Inseln den Spaß und die gute Laune verloren hatte.  Es war in diesem Winter erheblich kühler als sonst. Es regnete auch mehr als sonst. Dennoch sind letztes Jahr vor allem auf Madeira die größeren Umweltkatastrophen geschehen. Und trotz des vielen Regens, habe ich fast jeden Tag die Sonne gesehen und bin auf jeder Insel mindests einmal baden gegangen.
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Die Schneeinsel

Toyota Land Cruiser in der Frontansicht. Leicht aus der Froschperspektive. Fahrt durch 30 cm hohen Schnee

Madeira bildete schließlich den Gipfel aller winterlichen Unverschämtheiten. Diese Insel gehörte ursprunglich nicht zu meinen Etappenzielen. Als ich jedoch hörte, dass die Fährgesellschafft Acciona, welche von Cádiz aus zu den Kanarischen Inseln fährt, wesentlich teurer sei als die Armás mit ihrer Route über Madeira nach Portimao in Portugal, packte ich die Gelegenheit beim Schopfe. Obwohl es nun schon Mitte März war holte mich dort der Winter – sozusagen als Vorfreude auf Deutschland – endgültig ein. In der zweiten Woche meines Aufenthaltes waren ab 1000 m Höhe die Straßen wegen Schneefalls gesperrt. Ein Geschehnis,welches Madeira seit 300 Jahren nicht kannte.
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Wie es der Zufall wollte, fand ich ein Schlupfloch zur Hochebene  Sierra da Paul. Mag sein, dass zu dem Zeitpunkt als ich losfuhr, die Polizisten noch schliefen oder die Absperrung dank des typisch  südlichen Chaos an der nordwestlichen Auffahrt von Porto Moníz aus vergessen wurde. Am Paso de Poiso, der Zufahrt zur Sierra vom Osten her, fehlten ebenfalls die Absperrungen. Dafür gab es welche an den weniger befahrenen Seitenstraßen , die von der Südküste zur Hochebene führten. Wahrscheinlich war man bei der Absperrung der Sierra da Paul nur halbherzig dabei, weil die ganze Konzentration auf die Absperrung der Zufahrt zum 1800 m hohen Pico Arieiro verlegt wurde. Dort standen tagsüber sogar Polizisten. Solch ein persönlicher Einsatz scheint in Spanien und Portugal - vielleicht sogar in allen südlichen Ländern –  notwendig zu sein, wenn man ein Verbot  zu 100% als solches ausdrücken will. In einem anderen Artikel werde ich dieses Phänomen näher beschreiben. Denn Absperrungen, rote Ampeln, Verbote und Gebote sind meistens nur eine Auslegungssache zu Gunsten des optimalen Verkehrsflusses.
Auf der Sierra de Paul kämpfte ich mich bald durch 30 cm hohen Schnee, wobei man das Kämpfen nicht als Anstrengung betrachten sollte, weil es für meinen Allrad eine Leichtigkeit war. Nicht so für einige Touristen, die sich leichtsinnigerweise mit Ihrem Kleinwagen ohne Winterbereifung und Schneeketten dorthin wagten und schließlich, nach dem sie der Mut verlassen hatte,
sinnlos den Weg versperrten.
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Regen, Minusgrade, Sonnenschein und gute Laune

So kam es, dass ich selbst auf den sommerlichen Inseln, weil ich meisten in den einsamen Bergen übernachtete, oft mit Kälte konfrontiert wurde. Fünf, zwei oder sogar Null Grad Celsius waren nachts ab 1200 m Höhe öfters mein Begleiter. Es minderte jedoch nicht die Freude des Reisens. Ich hatte ja immer die Wahl zu einer Rückzugsmöglichkeit an der Küste. Die wärmsten Tage begannen jedoch am Ende meiner Reise. Ich traf mich
mit meiner Lebesngefährtin am 21.März in Malaga, um endlich Urlaub zu machen. Nach fast drei Monaten der Trennung waren wir fast wie frisch Verliebte und die Sonne belohnte uns Glückliche  in
diesen 14 Tagen mit Temperaturen zwischen 22 – 27 Grad und einsamen Stränden.

Je zwei einsame leere Liegestühle schräg gegeneinander gestellt, unter zwei Strohsonnenschirmen auf weißem Sandstrand. Dahinter schimmert das türkisgrüne Meer. Zwischen den Schirmen ist ein Schiff zu erkennen. Darüber blauer Himmel mit weißen Wolken.. Dahinter

In Deutschland begrüßten uns wider Erwarten ähnliche Temperarturen, so dass ich behaupten kann, trotz ein paar kleiner Zwischenfälle durch das Wetter, den Winter 2010/11 erfolgreich umgangen
zu haben.

Geschrieben am Februar 16, 2011 - von reisekalle

Inselhopping 2011 auf den Kanarischen Inseln und Madeira

Inselhopping Kanarische Inseln 1. Teil

Kanarische Inseln mit den von mir benutzten Fährverbindungen. Von rechts nach links: Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, El Hierro im Südwesten und La Palma im Nordwesten. Die Fährverbindungen: Von Cádiz nach Arrecife (Lanzarote) mit Acciona. Alle anderen Transporte wurden mit der Armás gemacht. Von Playa Blanca (Lanzarote) nach Corralejos (Fuerteventura). Von Morro Jable (Fuerteventura) nach Las Palmas de Gran Canaria. Von Las Palmas de Gran Canaria nach Santa Cruz de Tenerife. Von Los Cristianos (Teneriffa) nach San Sebastián de la Gomera. Von San Sebastián nach Valverde (El Hierro) und nach Santa Cruz de la Palma. Von Santa Cruz de la Palma nach Santa Cruz de Tenerife.

Einleitung

Die Reise begann am 4.01.2011. Am 2.04.2011 traf ich wieder in Hanau ein. Seitdem habe ich viel erlebt. Da ich die meiste Zeit in der Natur verbrachte, wo ich schwerlich WiFi und WLAN finden konnte, musste ich mich auf einen kurzen Überblick beschränken.  Nun gibt es eine Menge Material zu sortieren und zu bearbeiten. Ich hoffe jedoch, dass ich mindestens zwei- bis dreimal in der Woche einen Artikel posten kann. Mein Anliegen ist diesmal, euch neben persönlichen Reisegeschichten die spektakulärsten Offroadpisten, die spektakulärsten Wanderrouten und die spektakulärsten landschaftlichen Sehenswürdigenkeiten der Inseln und Andalusiens vorzustellen. Jede dieser Inseln hat ihren besonderen Reiz und punktet mit fantastischen Landschaftenbildern, so dass ich keiner den Vorzug geben möchte, die schönste zu sein. Je nachdem, ob der Schwerpunkt des Reisenden beim Baden, beim Wandern,  beim Fahren auf Offroad-Pisten oder bei einer kulturellen oder landschaftlichen Sightseeing-Tour besteht, kann die eine Insel sich besonders hervortun, während die andere in den Schatten treten muss. Natürlich habe ich einen Favoriten, dennoch möchte ich keinen der anderen Inselbesuche missen.

Im Anschluss sind noch einmal die einzelnen Etappen mit einer kurzen Beschreibung aufgelistet.

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Andalusien als Einleitung

06.01 bis 11.01. 2011

Blick auf Marokko

Kurz vor Algeciras am Ende der Welt: Blick auf Marokko

Ich hatte eine gemütliche Sightseeing-Tour von Hanau bis Cádiz geplant. Leider konnte ich nicht ahnen dass der Wetterbericht sich derart täuschen könnte. Schon 10 Tage vorher meldete er ab Dijon Sonnenschein pur. Je näher der Abreisetermin kam um so weniger Sonne war zu erkennen. Das Fazit war, dass ich am ersten Tag nur durch Grau in Grau fuhr und irgendwo in Frankreich bei -6°Celsius in meinem Auto übernachten musste. Es war weniger die Kälte, als die erneute Aussicht auf einen wolkenverhangenen Tag, der mich bewog von den Landstraßen auf die Autobahn zu wechseln, so dass ich bereits am Donnerstag den 6.01.2011 in Andalusien ankam. Die Fähre ging erst am folgenden Dienstag. So hatte ich genug Zeit Andalusien lieben zu lernen. Auch mit den Temperaturen – um die 18°C –  konnte ich mich anfreunden. Auf alle Fälle wird es eines meiner nächsten Reiseziele sein.

Lanzarote

12.01. bis 19.01. 2011

Im Vordergrund die wüstenähnliche Ebene. Dahinter erheben sich - leicht im Halbkreis angeordnet - ein paar kleine Vulkane.

Kleine Vulkane hinter der wüstenähnlichen Ebene bei Caleta de Famara.

Nachdem ich festgestellt hatte, dass ich zwei  Drittel der Wanderrouten mit dem Geländewagen befahren konnte, verkürzte sich meine Aufenthaltszeit von 20 Tage auf  8. Vulkane und der einheimische Künstler Cesar Manrique prägen diese Insel. Bizarre Lavalandschaften und ein wenig Kunst, ein paar fantastische Wanderwege und vor allem tolle Offroad-Pisten machen diese Inseln zu einem einmaligen Erlebnis.

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Fuerteventura

19.01. bis 30.01.2011

Lavaberge und Sandwüste: Im Vordergrund sind flache Sanddünen zu sehen auf denen wenige ausgetrocknete Büschen wachsen. Dahinter erstreckt sich eine Steinwüste, aus kleinen und mittelgroßen Steinen, die zwischen Sand eingebettet sind. Dahinter erheben sich dunkel und übermächtig die Lavaberge, die mehr als die obere Hälfte des Bildes einnehmen. Eigentlich ist nur ein Ausschnitt von ihnen zu sehen.

Fuerteventura: Lavaberge und Sandwüste

In meiner naiven Vorstellung glaubte ich in Fuerteventura eine Insel voller Sand vorzufinden. Es kam viel schlimmer. Sie bestand nur aus Geröll, oder etwas feiner ausgedrückt  aus Lavagestein, in dem sich ein paar Sandkästen versteckten, von denen zwei als Naturparks erklärt wurden. Es dauerte nicht einmal einen halben Tag, da hatte mich die Faszination ergriffen. Und nun verstehe ich es. Extreme Charakter können nur extreme Gefühle hervorrufen. Man kann diese Insel entweder hassen oder lieben. Ein dazwischen gibt es nicht.

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Gran Canaria

30.01. bis 08.02.2011

Eine Schlucht auf Gran Canaria. Von der Mitte des unteren Bildrandes erheben sich mit etwa 70° Steigung nach links und rechts  zwei hohe Berge und lassen dazwischen ein Dreieck blauen Himmels mit weißen Wölkchen frei. Im Hintergrund sieht man weite Berge sich erheben.

Eine von vielen Schluchten auf Gran Canaria

Gran Canaria möchte ich mit vier  charakteristischen Merkmalen beschreiben. Seine einzigartige bizarre Bergwelt mit ihren vielen engen fantastischen Schluchten ist ein El Dorado für Wanderer, Mountainbiker und Offroad-Fahrer. Die Dünen von Maspalomas, einschließlich der langen Sandstrände, locken  Badelustige, Sonnenanbeter und die Fans der Freikörperkultur  an. Las Palmas  de Gran Canaria lässt als achtwichtigste Stadt Spaniens den Freunden des Nachtlebens, des Stadtbummels sowie des Shoppings alle Grenzen offen. Und schließlich ist Gran Canaria – leider – hoffnungslos überfüllt. Vor allem im Norden reiht sich eine Stadt an die andere. Zu viele Menschen, zuviel Verkehr, keine Parkplätze. Alle haben es eilig. Nicht umsonst hat Gran Canaria von allen Inseln mit 531 Einwohnern pro qkm die größte Bevölkerungsdichte. Zum Vergleich: Fuerteventura hat 61 Einwohner pro qkm und die Bundesrepublik Deutschland 229 Einwohner pro qkm.

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Tenerife

08.02. bis 18.02.2011

Der schneebedeckte Teide ist rechts hinten im Bild zu sehen. Im Vordergrund steht eine Felsengruppe, wie dreise Säulen, von links nach rechts abfallend. Die linke Felsensäule ist die höchste und breiteste. Die rechte Saule ist die kleinste.

Teide mit Felsengruppe

Die Glanzlichter Teneriffas sind das Anaga-Gebirge, das Teno-Gebirge und der absolute landschaftliche Höhepunkt, der Teide-Nationalpark. Leider ist Teneriffa ein wenig zu brav, zu zivilisiert und für spanische Verhältnisse zu perfekt. Die endlosen Touristenströme werden säuberlich kanalisiert  durch die Landschaften geschleust und es gibt kaum Alternativen um dem Massenansturm zu entkommen, außer man benutzt Landstraßen oder Wanderwege, die wegen Erdrutsche und erhöhter Steinschlaggefahr gesperrt sind. Ignoriert man solche Hinweise, dann öffnen sich paradiesische Momente der Ruhe.

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La Gomera

18.02. bis 23. 02.2011

Der Ort Valle Gran Rey ist meinen seinen weißen Häusern im linken unteren Viertel des Bildes zu sehen. Davor andeutungsweise Bananenplantagen. Dahinter erheben sich links und rechts die gewaltigen Berge, die das gleichnamige Tal begrenzen.

Valle Gran Rey

Eine kleine Insel, aber ein Paradies für Wanderer. Der Vielfalt der Angebote sind keine Grenzen gesetzt. Man kann sich einfache kleine Touren für Konditionsschwache bis hin zu Mammuttouren aussuchen,  um sich den Rest zu geben. Schmale Pfade in schwindelnder Höhe, aussichtsreiche Gipfel- und Passbesteigungen oder  mystische Wanderungen  durch Nebelurwald: La Gomera kann alle Gelüste befriedigen. Wer sich aber auf einen Badeurlaub eingestellt hat, der wird bittere Tränen weinen. Mir sind aus einem anderen Grunde die Tränen geflossen. Denn mit dem Besuch des Valle Gran Rey musste ich einen Mythos ganz tief unter der Erde begraben.

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La Palma

23.02.2011 bis 04.03.2011

Caldera de Taburiente

La Palma hat auf den ersten Blick wenig Sensationelles vorzuzeigen und entpuppt sich dennoch bald als die schönste Wanderinsel der Kanaren. Wer anderes als wandern vorhat, sollte sich lieber bei den Nachbarinseln umsehen, denn die besonderen Geheimnisse erfährt man hier nur zu Fuss. Die Caldera de Taburiente, das Aushängeschild La Palmas, kann zwar an einigen wenigen Aussichtspunkten angefahrenwerden, wer es aber dabei belässt, dem wird einiges, wenn nicht sogar das meiste von der Großartigkeit der Landschaft dieser Insel entgehen.

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Madeira

05.03. bis 18.03.2011

Auf der Blumeninsel Madeira habe ich ein wenig die Blumen vermisst, deren Vielfalt ich nur in den Parks vorfinden konnte. Wahrscheinlich lag es daran, dass Madeira den kältesten Winter seit 300 Jahren hatte. Drei Monate lang konnte ich erfolgreich der Kälte entfliehen. Auf meiner letzten Station hatte mich schließlich der Winter eingeholt. So kämpfte ich mich in den Bergen durch 30 cm Schnee.

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Spanisches Festland mit Schwerpunkt Andalusien

20.03.2011 bis 02.04. 2011

Die restlichen zwei Wochen belohnte ich mich durch Urlaub zusammen mit meiner Lebensgefährtin. Die Temperaturen waren hier wesentlich höher als auf Madeira. Unsere Reiseroute richtete sich nach der Wetterprophezeihung. Dadurch vermieten wir den Regen. Meistens mussten wir nur 50 bis 100 km weiterfahren um Sonnenschein zu finden. Diese Taktik führte aber auch dazu, dass wir nicht wie geplant, den gesamten Urlaub in Andalusien verbrachten, sondern in Richtung Norden fuhren. Die wichtigsten Stationen waren Malaga, Sevilla, Las Apujarras, Murcía, Valencia und Barcelona.

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El Hierro

Stark gebeugter, knorriger Wacholderbaum, dessen Krone den Boden berührt

El Sabinar

Dies südwestlichste Insel hatte ich vor wenigen Jahren ausgiebig besucht und deshalb auf dieser Reise ausgelassen. Sie ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Einzigartig ist El Sabinar, der Wacholderbeerwald. Nur auf El Hierro haben sich die kleinen Wacholderbüsche zu großen, uralten, knorrigen und vom Wind gebeugten Bäumen entwickelt. Außerdem bestitzt El Hierro meiner Meinung nach die schönsten künstlichen Meereswasserbecken aller kanarischen Inseln.


Geschrieben am Januar 21, 2011 - von reisekalle

Offroad-Sightseeing durch die Kanaren

Vulkanlandschaft. Links ist der Ausläufer eines Vulkanberges zu erkennen. Im Vordergrund zieht eine Piste quer durch das Bild. Links steht mein Land Cruiser mit Fahrtrichtung nach rechts.

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Etappenübersicht

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Eigentlich habe ich keine Ahnung wie lange ich unterwegs sein werde.  Ich bin am 4.1.2011 mit  der Absicht losgefahren alle Inseln bis auf El Hierro zu besuchen. Letztere unterlasse ich,  nicht weil sie mir nicht gefällt sondern weil ich sie drei Jahre zuvor ausgiebig besucht habe. Ich werde sie in meinem Reisebericht ebenfalls vorstellen. Da ich unterwegs erfahren habe, dass Amas eine günstigere Überfahrt über Madeira nach Portugal anbietet  als Acciona (nach Cádiz), werde ich logischerweise Madeira mit einbeziehen. Immerhin ist sie der portugiesische Teil des Archipels. Anfangs hatte ich, weil ich die Inseln abwandern wollte, drei bis fünf Wochen pro Insel geplant. Bereits in Lanzarote stellte ich fest, dass man die meisten Wanderwege auch mit dem Geländewagen befahren kann. Ich laufe gern, wenn man das Ziel nur zu Fuß erreichen kann. Kann ich es jedoch mit dem Auto erreichen, dann fahre ich lieber. Auf breiten Pistenzu wandern, finde ich langweilig, vor allem dann, wenn es stundenlang durch Lavafelder geht. Man muss schon masochistische Eigenschaften oder einen meditativen Zugang haben um dort für das Laufen Begeisterung finden zu können. Mit dem Geländewagen erschließt sich die Gegend jedoch auf fantastische Weise. Teilweise geht es nur mit Allrad voran. Natürlich gibt es auch einige grandiose Wanderwege, die ich am Ende meiner Reise (5.April 2011) vorstellen werde. Bis dahin, werde ich von jeder Insel, die ich abgeschlossen habe, wenigstens schon ein Bild vorstellen, um eure Neugier etwas anzufachen.

Hier stelle ich die ersten Eindrücke beim Offrad-Fahren vor:

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Geschrieben am Januar 21, 2011 - von reisekalle

Aktuelle Etappenübersicht

Hier kannst du schon die ersten Kurzbeschreibungen zu den aktuellen Inseln lesen.

Andalusien, seit 20.03.2011

Madeira, 05.03. bis 18.03.2011

La Palma,  23.02.2011 bis 04.03.2011

La Gomera, 18.02. bis 23. 02.2011

Tenerife, seit 08.02. bis 18.02.2011

Gran Canaria, 30.01. bis 08.02.2011

Fuerteventura, 19.01. bis 30.01.2011

Lanzarote, 12.01. bis 19.01. 2011

Andalusien, 06.01 bis 11.01. 2011


Geschrieben am Januar 21, 2011 - von reisekalle

Fränkische Alb im Nürnberger Raum

Wälder im Nebel.  Ein Nadelwald zieht von links nach rechts in zwei Abstufungen nach hinten versetzt. Vor dem Wald ein rotbrauner Acker. Dahinte ist rechts noch ein Wiesenstreifen zu erkennen. Die Wolken in der Morgenstunde scheinen leicht bläulich.

Ein fränkisches Mittelgebirge

Sonnenaufgang in der Hersbrucker Schweiz. Blick von einer Anhöhe ins Tal. Dahinter erheben sich im Nebel Berge.

Die Fränkische Alb, auch Frankenalb oder Fränkische Jura genannt, ist ein fränkisches Mittelgebirge, das von Lichtenfels am Main in südwestliche Richtung bis zum Ostrand des Meteoritenkraters Nördlinger Ries zieht und sich dann als Schwäbische Alb fortsetzt. Städte in der unmittelbaren Umgebung sind Bamberg und Nürnberg im Westen, Bayreuth und Regensburg im Osten und Ingolstadt an der Donau im Süden. Die Frankenalb gliedert sich in drei Teile: die Nördliche, Mittlere und Südliche Frankenalb. Bekannte Naturparks der Nördlichen Frankenalb sind die Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst und Hirschwald.

Ein Paradies für Höhlenfreunde

Die Hersbrucker Schweiz liegt im Nürberger Raum östlich von Nürnberg. Der Name  assoziiert ein Landschaftsbild unsers alpenländischen Nachbarns. Tatsächlich fasziniert die Gegend um Hersbruck mit fantastischen Felsformationen, die teilweise oft in den Wäldern versteckt liegen und nur zu Fuß zu erreichen sind. Bei Hirschbach kann man auf einem ca. 20 Kilometer langen Rundwanderweg etwa 30 Höhlen erforschen. Hierbei sollte unbedingt festes Schuhwerk, strapazierfähige Kleidung und eine Lampe mitgenommen werden. Bei Klaustrophobie sollten einige Höhlen ausgelassen werden. In manche kann man bis 20 m tief hineinklettern und dann ist nicht einmal der Hauch eines Lichtfadens zu sehen. Durch manche kann man hindurchkriechen. Sie werden so eng, dass man fast auf dem Bauch rutschen muss. Die beeindruckenste Höhle mag das Osterloch bei Hegendorf sein. Sie ist mehrräumig, 48 m lang und am äußersten Ende 9 m tief. Ab 1.Oktober ist diese Höhle jedoch, wie viele größere Höhlen wegen der Fledermäuse bis März gesperrt, denn ein Besuch der Höhlen könnte in dieser Zeit für Fledermäuse tödlich ausgehen. Die kleinen Körper dieser Tiere haben nämlich gerade soviel Platz für ihren “Winterspeck”, dass ihre Energiezufuhr nur für die Dauer eines ungestörten Winterschlafes ausreicht. Werden die Fledermäuse aufgeschreckt und bewegen sich um ihre Körperstellung oder sogar iihren Schlafplatz zu wechseln, können diese wenigen Bewegungen schon zu einem Energiedefizit führen, so dass die kleinen Tiere den Winter nicht mehr überstehen.   Wer mehr über Fledermäuse wissen möchte, sollte unbedingt Noctalis in Bad Segeberg besuchen.

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Zum Klettern sind sie da

In der Hersbrucker Schweiz kann man klettern ohne Ende. Bei Hirschbach gibt es den Norissteig, einen Kletttersteig, den auch Anfänger versuchen können. Er entspricht der Schwierigkeitsklasse A und man hat  immer die Möglichkeit auf einem parallel verlaufenden Wanderweg das Klettererlebnis zu umgehen. Ein Klettersteigset wird empfohlen. Schwindelfrei sollte man vor allem am Brettl und an der Mittelbergwand sein. Erstere ist eine 30 m hohe Steilwand mit sehr schmalen Band, das teilweise unterbrochen ist und nur durch im Fels eingelassene Stahlstifte bezwungen werden kann. Die Mittelbergwand ist sogar 50 m hoch.

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Die Geislochhöhle

Ein Schacht führt zur Geislochhöhle. In dem Bild wird vom Ende des Schachtes nach oben geschaut. Man sieht vom Herbst gefärbte Baumkronen und etwas blauen Himmel.

Eine andere Höhlenwanderung findet man in der Nähe von Plech. Die Geislochhöhle, eine ehemalige 145 m lange Schauhöhle mit vier größeren Kammern, einem wassergefüllten Sinterbecken und zeitweise sogar einem Höhlensee, bildet den Höhepunkt dieser Wanderung. Auch diese Höhle ist vom 1.Oktober bis April geschlossen.

Schließlich sind noch die Maximiliangrotte, die Vogelherdgrotte bei Neuhaus an der Pegnitz und das Felsenlabyrinth bei Sackdilling zu empfehlen. Die ersten beiden Grotten können über den karstkundlichen Wanderpfad beginnend in Neuhaus und das Felsenlabyrinth von Sackdilling aus erkundet werden. Das Felslabyrinth aus einer anderen Richtung anzugehen ist zurzeit nicht interessant, weil langweilige Schotterwege das Terrain beherrschen. Hinzu kam, dass zu meiner Zeit – im Oktober 2010 – Forstarbeiten den gesamten Bereich vor dem Labyrinth verunstaltet haben.

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Keltische Wehranlage und Höhlen aus der Altsteinzeit

Ausblick auf den Happurger Stausee. Im Vordergrund sind ein paar Felsen und rechts ein windschiefer Baum zu sehen. In der Tiefe im Tal der Happurger See. Dahinter Berge und dann wolkenverhangener Himmel

Bei Happurg gibt es gleich mehrere unterschiedliche Sehenswürdigkeiten. Die Houbirg, eine keltische Wehranlage, auf deren teilweise 10 m hohen Mauerresten der Berg umrundet werden kann; der Hohle Felsen, eine 16 m lange Höhle, die bereits in der Altsteinzeit bewohnt wurde;  eine fantastische Aussicht auf den Happurger Stausee oberhalb des Hohlen Felsen;  schließlich die Doggerstollen, die heute leider mit Stahltüren verschlossen sind. Hier sollten im Zweiten Weltkrieg BMW-Flugzeugmotoren produziert werden. 4000 KZ-Häftling kamen zwischen  Mai 1944 und April 1945 bei der Errichtung der Stollen wegen der schlechten Arbeitsbedingungen ums Leben.

Aus einer Höhle heraus ist in der Mitte des Bildes ein Felsblock zu sehen. Vor dem Felsen steht ein Baum. Hinter dem Felsblock sieht man viele hellgrüne Laubbäume in Sonnenlicht getaucht. Man erkennt, dass es hinter dem Felsen abwärts geht.

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Die Geiskirche

Hallenartige Höhle mit zwei riesigen Torbögen. Man schaut aus der Höhle durch diese Torbögen auf Wald. Man sieht Baumstämme dicht beieinander zwischen Grün.

Die Geiskirche, eine 20 m lange, 8 bis 13 m breite und bis zu 3,5 m hohe Felsenhalle bei Peilstein ist ebenfalls beeindruckend. Der Wanderer trifft sie am Ende eines Klettersteigs entlang der mauerartigen Bastion des Lenzenberges.

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Märchenhaftes Pegnitztal

Die Ruine Hohenstein ragt hoch über dem Ort auf einem Felsen. Im Vordergrund Fachwerkhäuser.

Ein absolutes Muss sollte das Pegnitztal zwischen Rupprechtstegen und Velden sein. Märchenhaft erheben sich hier Felsentürme hinter den Häusern von Lungsdorf und frühe Morgennebel vermögen den Betrachter ins Land der Feen und Geister zu versetzen. Ein absolutes Muss sollte auch das Wahrzeichen der Hersbrucker Schweiz, die Halbruine Hohenstein, sein die den gleichnamigen Ort wildromantisch überragt.

Pegnitztal

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Hohenstein


Geschrieben am Januar 2, 2011 - von reisekalle

Entlang des Main-Donau-Kanals zwischen Bamberg und Nürnberg

Großer Platz mit Kopfsteinpflaster. In der Mitte links steht ein Brunnen mit einem Obelisken. Der Platz wird von links nach rechts mit Fachwerkhäusern eingerahmt. Am vorderen Bildrand ergibt sich offener Einblick zum Platz.

Die großen Städte wie Bamberg, Fürth und Nürnberg habe ich bereits vorgestellt. Bamberg als Kulturerbestadt und Nürnberg mit seinen bedeutenden geschichtlichen Ereignissen und berühmten Persönlichkeiten bieten Einzigartiges und Unvergeßliches. In Fürth dominierte  zu meinem Reisezeitpunkt die Michaeliskirchweih, so dass ich nichts anderes als dieses Fest vorstellen konnte. Zwischen diesen großen Städten sollten zwei kleinere nicht vergessen werden. Forchheim besticht vor allem mit seinem schönen Fachwerkensemble am Marktplatz. Möhrenddort besitzt ein einzigartiges Freilichtmuseum außerhalb der Stadt an den Ufern der Pegnitz. Hier stehen die letzten historischen Wasserschöpfräder Mitteleuropas. Ehrenamtliche geschichts- und traditionsbewußte Bürger warten mit viel Mühe und Fleiß diese Mühlen, so dass sie -gemäß der noch gültigen “Baiersdorfer Wasserverordnung”  - vom 1.Mai bis zum 30.September die umliegenden Felder bewässern. Etwas südlich von Nürnberg  - aber in unmittelbarer Nachbarschaft, so dass ich die Stadt noch erwähnen möchte – liegt Schwab. Man sagt von ihr, dass sie einen der schönsten Martkplätze Frankens besitze.

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Geschrieben am Januar 2, 2011 - von reisekalle

Michaeliskirchweih in Fürth

Die Michaeliskirchweih oder umgangssprachlich Fürther Kärwa ist die größte Straßenkirchweih Bayerns und gilt als eines der ältesten und größten Volksfeste Bayerns überhaupt. Da der Name des Festes von der Michaeliskirche abgeleitet wurde, die um 1100 entstand, nimmt man den Ursprung der Michaeliskirchweih ebenfalls in dieser Zeit an. Das Fest beginnt alljährlich am Namenstag des Erzengels Michael am 29.September und dauert 12 Tage. Höhepunkt ist der Erntedankzug am zweiten Kirchweihsonntag, an dem um die 3000 Teilnehmer mitwirken. Circa 1,5 Millionen Besucher kommen jährlich. In dieser Zeit ist die Innenstadt um die Fürther Freiheit gesperrt.

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Michaeliskirchweih


Geschrieben am Januar 2, 2011 - von reisekalle

Die Hassberge

Panoramablicke

Blick von einem Aussichtsturm auf die Hassberge. Blick auf Laubbäume, die schon leicht herbstlich gefärbt sind. Die Bäume verlaufen abwärts wie ein Dreieck in der Bildmitte zusammen. Links und rechts sind in der Ferne Bergrücken zu erkennen. Davor ist flaches Land aus Parzellen von Wiesen und Feldern. Fünf Dörfer sind in der Ebene verteilt zu sehen. Ihre Dächer sind nur noch körnergroß zu sehen. Die obere Bildhälfte nimmt blauer Himmel ein, der mit schönen Wolkenformationen durchzogen ist.

Die Hassberge scheint der Tourismus ein wenig vergessen zu haben. Mag sein, dass die Rhön im Nordwesten und die Fränkische Schweiz im Südosten als bekanntere Publikumsmagneten den Blick von diesem kleinen Mittelgebirge abziehen. Unverdienterweise. Denn, obwohl nur 512 m hoch, vermag es grandiose Fernblicke zu liefern. Die Schwedenschanze nördlich von Hofheim bietet einen schönen Überblick übers Frankenland. Auch Wanderwege eröffnen  ganz unverhofft ein wundervolles Panorama.
Eine Rundwanderung bei Königsberg in Bayern lässt eine genussvolle Sicht auf selbige Stadt zu und ein schmaler abwechslungsreicher Pfad zwischen Sulzfeld und Sambachshof enthüllt fast mystische Blicke auf die Gleichberge in Thüringen.
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Landschaften Hassberge
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Versteckte Kleinode

Mariengrotte: In einer Felswand befindet sich eine Marienstatue (rechts im Bild). Darunter ragt halbkreisförmig, wie ein kleiner Altar eine Tischplatter aus dem Felsen heraus. Auf der Platte steht eine Vase mit einer roten Blume. Vor diesem Altar steht eine Hölzerne Kniebank. Links oberhalb der Marienfigur steht auf der Felswand ein hölzerner Glockenturm, aus einem Gerüst bestehend. Bis zur Felswand reicht auch der Wald heran.

Manches kulturelle Kleinod liegt tief im Wald versteckt und kann teilweise nur zu Fuß erreicht werden.
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Die Mariengrotte liegt an einem wunderschönen Kammpfad zwischen Bramberg und Haubeburg. Sie wirkt verwunschen in ihrer Einsamkeit.
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Bei Sulzfeld im Grabfeld versteckt sich mitten im Wald, innerhalb eines frühmittelalterlichen Ringwalls, einer der eindrucksvollsten jüdischen Gedenkstätten, der Judenfriedhof Kleinbardorf. Er ist der zweitgrößte in Bayern.

Jüdische Grabsteine sind in unendlichen horizontalen Reihen zu sehen. In der ersten Reihe sind vier große Grabsteine zu sehen. Der linke ist etwas nach hinten versetzt.

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Mariengrotte

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Judenfriedhof Kleinbardorf

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Judenfriedhof Kleinbardorf bei Sulfeld im Grabfeld
Judenfriedhof Kleinbardorf bei Sulfeld im Grabfeld

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Der Landschaftsgarten Bettenburg, der sich einsam und etwas versteckt dem Wanderer offenbart, wurde 1789 vom Freiherr Christian Dietrich Truchseß von Wetzhausen in Auftrag gegeben. Er schuf damit einen Versammlungsort für Intellektuelle, an dem sich Gäste wie der Dichter Friedrich Rückert einfanden. Heute kann man diesen Ort auf einem schmalen Rundpfad mit Hinweistafeln erkunden.

Landschaftsgarten Bettenburg

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Bizarre Felsenformationen

Geißstein bei Altenstein. Felsformation im Wald. Ein Felsenturm mit hohen Bäumen um ihn herum, die nach oben hin konvergieren

Weiterhin faszinieren einige kleine Felsformationen: Am Einsiedlerstein in der Nähe von Gereuth kann man einen Tisch und ein Bank in Fels gehauen erkennen. Bei Altenstein befindet sich eine sehenswerte Felsgruppe, der Diebskeller. In Lichtenstein führt der kurze Sagenpfad nicht nur durch ein Felsenlabyrinth, sondern auch durch märchenhafte Vergangenheit.
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 Felsformationen in den Hassbergen
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Schlösser, Burgen und Ruinen

Im Vordergrund sieht man die rötliche Erde abgeernteter Felder. In der rechten unteren Ecke steht ein Wasserschloss, dass in seiner Schlichtheit an Schottland erinnert. Hinter Schloss und Feldern zieht ein Waldgürtel quer durchs ganze Bild. Mehr als die obere Bildhälfte wird von blauem Himmel mit weißen Wolkenformationen eingenommen.

Ein Drittel aller Schlösser und Burgen Unterfrankens findet man in den Hassbergen, deswegen lässt nicht verwundern, dass ein Burgen- und Schlösserweg – mittlerweile Premiumwanderweg – auf 180 Kilometer Länge zum Besuch von über 30 Burgen, Schlössern und Ruinen einlädt.
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Städte in den Hassbergen und in der näheren Umgebung

Zwei Fachwerkhäuser aus rotem Fachwerk hinter einem Brunnen. Das linke Haus ist größer als das rechte. Der Brunnen besitzt ein spitz zulaufendes Dach, das auf drei rechteckigen Pfeilern sitzt. Der Platz vor den Fachwerkhäusern ist mit großen hellen rechteckigen Steinen gepflastert. Die Häuser erstrahlen im Sonnenlicht. Steinen

Wer die städtische Lebhaftigkeit vermisst, kann Schweinfurt, Bamberg oder Hassfurt einen Besuch abstatten. Diese drei Städte liegen am Main, der die Hassberge im Süden abgrenzt und vom Steigerwald trennt. Aber auch Bad Kissingen – weltberühmter Kurort und bayerisches Staatsbad westlich der Hassberge und südlich der Rhön oder Coburg im oberen Maintal im Osten sind nicht weit entfernt und einen Besuch wert.  Königsberg in Bayern strahlt mittelalterliches Flair aus und Stadtlauringen zeigt ein wunderschönes Fachwerkensemble.
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In Königsberg in Bayern
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Hassfurt

In Hassfurt lädt der Marktplatz und die etwas außerhalb des Zentrums gelegene Ritterkapelle zu einem Erkundungsspaziergang ein. In der Pfarrkirche am Marktplatz befinden sich zwei Statuen, die Tilman Riemenschneider eigenhändig geschnitzt hat: die Holzfiguren des Heiligen Johannes des Täufers und der Mutter Gottes mit dem Kind.
Die Ritterkapelle wurde 2006 bis 2010 neu renoviert. Sie zählt zu den wichtigsten spätgotischen Bauwerken Unterfrankens und enthält Epitaphien aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Die bedeutendsten sind die Epitaphien des Ritters Hans von Schaumberg und seiner Frau Brigitta. Beachtung finden auch die Adelswappen am Netzgewölbe.
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Hassfurt

Geschrieben am Januar 2, 2011 - von reisekalle

Das obere Maintal zwischen Bamberg und Coburg

Auf dem Staffelberg. Von einem Felsplateau kann weit auf das Mainal geschaut werden.

Viel zu sehen auf engem Raum

Hauptportal von Kloster Banz mit zweitürmiger Fassade

  • Bamberg – Weltkulturerbestadt,
  • Kloster Banz – das bedeutendste Barockloster Frankens,
  • die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen – die schönste Perle spätbarocker Sakralarchitektur,
  • der Schlossplatz in Coburg – einer der schönsten Plätze seiner Epoche,
  • die Veste Coburg – eine der größten und schönsten mittelalterlichen Burgen der Bundesrepublik
  • und schließlich der 539 m hohe aussichtsreiche Staffelberg, der dem Betrachter das Obere Maintal in seiner ganzen Pracht zu Füßen legt:

all diese Großartigkeit wird dem Frankenreisenden – konzentriert auf einer 50 km lange Strecke entlang des Maines – zwischen Bamberg und Coburg beschert.

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Das Coburger Land und der Staffelberg

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Bad Staffelstein, Ausgangspunkt zu prunkvollen Barock und Rokoko

Kaiser Lothar III über dem Haupteingang des Rathauses von Bad Staffelstein

Historisches Rathaus von Bad Staffelstein. Auf dem mittelalterlichen Erdgeschoss wurden zwei weitere Geschosse mit rotem Fachewerk aufgesetzt. In der Mitte des Daches erhebt sich das kleine Rathaustürmchen. Jedes der oberen Geschosse besitzt eine Reihe aus 8 Fenstern. Vor jedem Fenster hängt ein Blumenkasten mit roten Blumen. Über dem Eingang des Rathauses, der sich genau in der Mitte befindet ist eine Figur mit Wappen von Kaiser Lothar III. Auf dem kleinen Platz vor dem Rathaus steht in der linken unteren Bildecke ein Brunnen mit einer Statue. Strahlend blauer Himmel überdeckt das Bild.

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Hier lässt  sich entscheiden, ob man den Staffelberg, das Kloster und die Wallfahrtskirche auf einer aussichtsreichen 18 Kilometer langen Wanderung erkunden oder die einzelnen Ziele doch lieber mit dem Auto abklappern will. Jedenfalls kann man die Zwischenzeit für einen kleinen Spaziergang durch Bad Staffelstein nutzen um einige Fachwerkhäuser – vor allem das Rathaus – zu besichtigen.  1684 bis 1687 wurde auf das mittelalterliche Erdgeschoss  ein zweigeschössige Fachwerk   aufgesetzt. Vom Rathaus kann der Aufstieg zum Staffelberg beginnen in dem man dem weißen H folgt. Gelaufen werden muss auf alle Fälle, denn auch vom Wanderparkplatz in Romanstal  ist eine Zufahrt bis ganz nach oben nicht erlaubt. Der Aufstieg wird jedenfalls mit einer grandiosen Aussicht auf das Maintal belohnt. Eine Wirtschaft sorgt fürs gute fränkischen Bier und Brotzeit. Wer sich zum Wandern entschlossen hat, folgt anschließend dem H auf dem Höhenweg mit weiten Rundblicken auf der Hochebene weiter bis Vierzehnheiligen .  Nach der Wallfahrtskirche  wird es bald anstrengend, weil zum Kloster Banz erst ein Abstieg zum Main notwendig wird, bevor der nächste Berg zum Kloster bestiegen werden muss. Diese letzte Etappe bis einschließlich zum Ausgangspunkt Bad Staffelstein ist sehr langatmig, weil man relativ oft gezwungen wird, auf  befahrenen Landstraßen oder  neben her zu laufen. Für Wanderer gilt also zu überlegen, ob sie Kloster Banz auslassen und direkt von der Wallfahrtskirche zurück nach Bad Staffelstein laufen und das Kloster zu einem anderen Zeitpunkt  mit dem Auto anfahren.

Kloster Banz

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Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen

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Coburg

Endstation ist  Coburg. Dort bietet sich sich der Marktplatz als idealer Ausgangspunkt für einen Stadtrundgang an. Denn bereits hier beeindruckt vor allem die prächtige Spätrenaissance-Fassade des Stadthauses, bevor man sich vom  Schlossplatz mit der mächtigen Ehrenburg und – nach einem kleinen Anstieg durch den Park – von der Veste Coburg überwältigt wird.

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Coburg


Geschrieben am Januar 2, 2011 - von reisekalle

Gleichberge – Keltenstadt und Frankenblick aus Thüringen

Die Gleichberge, zwei dunkle, im Schatten liegende leicht spitz zulaufende Basaltkegel im Hintergrund, aber dominierend. Davor die flache teils in Sonnenlicht getauchte Ebene mit Feldern, vereinzelten Bäumen und den Häusern einer Stadt, die sich als schmaler Streifen von links nach rechts über das gesamte Bild hinzieht. Die obere Bildhälfte besteht aus Himmel, der zwischen der dramatischen Wolkenbildung ein paar blaue Flecken frei gibt.

Die auffälligsten  und gleichzeitig dicht beieinander liegenden höchsten Gipfel der Gleichberge sind die  vulkanischen Basaltkegel des Großen (679 m) und des kleinen Gleichbergs (641 m). Sie liegen nördlich der Hassberge in Thüringen an Grenze zu Unterfranken. Beide Gipfel kann man nur zu Fuß erkunden und zwar am besten vom Parkplatz des Waldhauses, das auf dem Sattel zwischen den beiden Bergen liegt. Hier befindet sich auch das Steinburgsmuseum, das hervorragende Einblicke in das kulturelle Leben von der Mittelsteinzeit um 8000 v.Chr. bis zum Hochmittelalter zeigt.

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Ein schmaler Pfad führt auf Geröll durch dichten urwaldähnlichen Wald.

Die Steinsburg selbst ist eine bedeutende keltische Stadtanlage   auf dem kleinen Gleichberg. Sie stammtaus der Zeit von 600 bis 100 v. Chr. Ein Lehrpfad führt uns hinauf zu den Resten des Oppidums und gibt mit zahlreichen Infotafeln einen Einblick über seine Geschichte und Bedeutung.

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Der große Gleichberg bietet einen fantastischen Ausblick auf Franken, der daher auch den Namen Frankenblick erhalten hat. Daneben zeugt der in der Nähe befindliche ehemalige Steinbruch mit Resten von Militäranlagen von der traurigen Brutalität einer engstirnigen selbsternannten Herrenrasse. Hier wurden kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeiter aus dem Konzentrationslager Buchenwald ermordet. Kaum zu glauben, dass Schönheit und Häßlichkeit so eng beieinander wohnen können.

Aussichtsplattform Frankenblick: im Vordergrund ist ein querverlaufendes Holzgeländer zu sehen. Dann folgt der Blick auf die weite Ebene von Unterfranken. In der Ferne sind ganz klein bewaldete Mittelgebirgszüge zu erkennen. Davor Felder, Wiesen und Städtchen. Die obere Bildhälfte besteht aus -mit weißen Wolken überzogenen Himmel.


Geschrieben am Dezember 28, 2010 - von reisekalle

Im Herzen des Fränkischen Weinlandes

Blick ins Maintal das in der rechten unteren Ecke beginnt, schräg nach links verläuft und kurz vor dem linken Bildrand im unteren Drittel des Bildes in einer Rechtskurve abschwenkt und zwischen Weinbergen am Horizont verschwindet. Am vorderen Bildrand sind Reihen von Weinreben zu sehen, die schräg nach rechts und talwärts verlaufen. Hinter dem Main erhebt sich flach ansteigend ein Weinberg. Am Mainverlauf sind ab der Kurve kleine rote Dächer von drei Döfernf zu erkennen. Am Horizont ist ein Wolkenband zu sehen, dass sich abnehmend von links nach rechts erstreckt. Darüber ist blauer Himmel, der die obere Hälfte des Bildes einnimmt.

Mainviereck, Maindreieck und  Steigerwald

 

Weinlandschaft: Am unteren Bildrand gliedern sich Reihen von Weinreben aneinander. Man sieht nur ihren Anfang. Dann verschwinden, weil sie abwärts verlaufen, aus der Sicht des Betrachters. HInten in der Ferne sind breite Weinfelder zu sehen, dann schein ein Tal zu kommen und dann sieht man die Erhebung des Steigerwaldes. Links im Tal lugt das Münster von Schwarzach ganz klein hinter einem Berg hervor. Das mittlere horizontale Drittel des Bildes (eingentlich mindestens die Hälfte der Bildgröße) nimmt eine dramatische weiße Wolkenwand ein, die sich nach oben hin verbreitert. Über den Wolken ist blauer Himmel, der alles etwas freundlicher erscheinen läßt.

Das fränkische Weinbaugebiet teilt sich in drei große Regionen auf: der Untermain am Mainviereck, das Maindreieck und der Steigerwald. Während im Mainviereck – die wichtigsten Weinorte sind  Bürgstadt, Großheubach und Klingenberg am Main – aufgrund der vorhandenen Buntsandsteinböden, vor allem Rotweine wie Frühburgunder und Spätburgunder angebaut werden, steht in den anderen beiden Regionen der Weißwein im Vordergrund. Im Steigerwald sind es die Keuperböden um den Schwanberg bei Iphofen, die den Weinen einen besonderen Geschmack geben und im Maindreieck die Muschelkalkböden. Hier werden in erster Linie Silvaner angebaut, die zu den besten der Welt gehören.

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Weinlandschaft zwischen Dettelbach und Escherndorf

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Noah brachte die Weinrebe

Vor allem dort, wo der Main wie aus einer scheinbaren Laune heraus, seinen geraden Lauf unterbricht, um die Mainschleife zu bilden, lässt es sich nicht nur gut Weintrinken sondern auch Wandern und Spazieren gehen. Grandiose Ausblicke über die Weinberge lassen das Herz höher schlagen. Bei Nordheim kehrt der Main, nachdem er bis Volkach vorgestoßen ist,  wieder zu seinem ursprünglichen Lauf zurückkehrt. Dort können die unterschiedlichen Rebsorten nicht nur als Weine sondern – auf dem Nordheimer Rebenpfad – auch als ursprüngliche Traube gekostet werden. Voraussetzung für den Genuss der letzteren ist natürlich die Erntezeit im September/Oktober. Dann kann man entlang dieses Lehrpfades nicht nur die Trauben von Müller-Thurgau, Silvaner, Riesling, Shiraz usw. speisen, sondern man erfährt auch, dass der Wein bereits vor 10000 Jahren kultiviert wurde. Alles begann im Kaukasus, dort wo Noah mit seiner Arche landete und er – ich nehme an – nicht nur die Tiere sondern auch die Weinrebe vor der Sintflut gerettet hatte. Man erfährt ebenso, dass unsere bekannten Weine, wie Riesling und Silvaner gar nicht so häufig auf der Welt angebaut werden, sondern nur auf Platz 21 (Riesling) bzw. Platz 50 (Silvaner) rangieren. Dagegen tummeln sich Trauben, von denen ich noch nie gehört habe, z.B. Ugni, Airen oder Grenache auf den ersten Plätzen.
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Stadtmauern, Wallfahrtskirchen und zu guter Letzt wieder der Wein

Abgesehen von den Weinen und die durch sie geprägte Landschaft, sind noch ein paar Orte zu erwähnen, die einen Besuch wert sind.
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Volkach

Volkach z.B. hat einen sehenswerten Altstadtkern mit stattlichen Giebelhäusern, Renaissance-Rathaus und spätgotischer Pfarrkirche. In der Nähe außerhalb von Volkach liegt die gut besuchte Wallfahrtskirche “Maria im Weingarten”. Sie beherbergt eines der bedeutendsten Holzbildwerke Tilman Riemenschneiders, Maria im Rosenkranz.

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Sulzfeld am Main

Sulzfeld am Main zeigt sich mit seiner gut erhaltenen Stadtmauer mittelalterlich und liegt nahe dem bereits im vorigen Artikel erwähnten und ebenfalls mittelalterlich geprägten Mainbernheim.
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Dettelbach
Am besten hat mir Dettelbach mit seinen engen Gassen gefallen, das von einer Stadtmauer aus dem 15. Jht. mit 36 Türmen und zwei Toren umschlossen wird. Auch hier befindet sich am Ortsrand eine vielfach besuchte Wallfahrtskirche „Maria auf dem Sand“. Im Besonderen besticht außen das prunkvolle Hauptportal und im Inneren der Gnadenaltar von 1779 mit spätgotischer Pietà.
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Kitzingen
Und schließlich, um zu enden mit dem ich begonnen habe, nämlich dem Wein,  möchte ich Kitzingen anbringen, welches neben Würzburg ein Hauptsitz des fränkischen Weinhandels ist.
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Geschrieben am Dezember 25, 2010 - von reisekalle

Der Steigerwald, das Frankenland im Kleinen

Miniaturausgabe von Franken

 

Landschaft in Franken. Im Vordergrund stehen zwei Bäume. Jeweils einer am linken und am rechten Bildrand, die mit ihren Baumkronen fast die obere Hälfte des Bildes vereinnahmen. Zwischen den Baumstämmen sieht man im Vordergrund eine Wiese mit Teich. Dahinter Felder und im Hintergrund einen Weinberg. Darüber dramtischer Wolkenhimmel, der bald von den Baumkronen verdeckt wird.

Mehr als die Hälfte der Fläche Frankens ist in Naturparks eingeteilt, es gibt insgesamt elf. Daher findet man die meisten Sehenswürdigkeiten im Grünen, während sich die Anzahl größerer Städte bescheiden gibt. Im Nordwesten liegen drei dieser Naturparks, die ineinander übergehen und sich landschaftlich ähneln. Heute stelle ich den Steigerwald vor, der in der Mitte liegt. Im Norden schließen die Haßberge an und im Süden die Frankenhöhe. Man kann den Steigerwald als Miniaturausgabe von Franken betrachten. Alle drei Regionen - Unter-, Mittel und Oberfranken – treffen hier aufeinander und zeigen sich mit ihren charakteristischen Eigenschaften.
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Der Steigerwald als Repräsentant der drei fränkischen Bezirke

Wald von der Anhöhe der gegenüberliegenden Talseite aufgenommen. Eine Wand von kleinen Nadelbäumen, die von hochstämmigen Nadelbäumen durchsetzt sind.

Oberfranken ist mit seinem Waldreichtum vertreten, Mittelfranken präsentiert seinen Überfluss an Gewässern und Unterfranken verwöhnt mit seinen Weinlagen. So erschließen sich dem Wanderer vor allem im nördlichen Steigerwald große zusammenhängende Wälder, im östlichen Steigerwald nahezu tausend Weiher und im westlichen und südlichen Steigerwald liebliche Landschaften mit Weinbergen. Letzterer kann, neben den hervorragenden Weinen, das bedeutensdte Mischwald-Gebiet Süddeutschlands vorweisen.  Vor allem wachsen hier Eichen und Buchen, die wiederum zahlreichen anderen Pflanzen Lebensraum erschließen, so dass hier eine Artenvielfalt herrscht, wie sie in Mitteleuropa einzigartig ist. Ähnliche Waldbestände kann nur noch Südfrankreich aufweisen.

Sonnenuntergang bei Bullenheim. Rechts die Silhoutte eines WEinberges, die fast bis an den vorderen Bildrand heranreicht und aus dem rechten Bildrand herausgeht. Links im Hintergrund Bullenheim. Dahinter die untergehende Sonne. Vor Bullenheim Weinreben, die ebenfalls fast bis an den vorderen Bildrand heranreichen, jedoch kurz davor von einem Weinweg und anschließenden Feld begrenzt werden. Darüber blauer Himmel mit einer leichten rötlichen Färbung durch die Abendsonne und vereinzelte weiße Wolken.

Wälder, Weiher und Weinberge

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Wälder, Weiher und Weinberge

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Ein Paradies für Tiere

 

Auch die Tierwelt ist umfangreich vertreten. Theoretisch gibt es hier Dachse, Wildschweine, Habichte, Sperber, Rot- und Schwarzmilane, Graureiher, Schnäpper, Nachtigallen uvm. Praktisch habe ich Füchse, reichlich Rehe und manchmal Störche entdeckt.

Storchennest mit zwei Störchen auf einem alten Fabrikschornstein. Die zwei Störche stehen im Nest und schonen jeweils in die entgegengesetzte Richtung. Vom Schornstein ist nur die Spitze mit dem Nest zu sehen. Im Hintergrund strahlend blauer Himmel.

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Schmankerl fürs Auge

Die Erhebungen des Steigerwaldes erreichen Höhen, die leicht zu ersteigen sind und grandiose Aussichten liefern. Mit 499 m Höhe ist der Scheinberg der höchste Gipfel. Man muss aber nicht auf Berge steigen um den Blick über weite Wiesen und Felder schweifen lassen zu können. Überall öffnet sich die liebliche Landschaft.

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Landschaften im Steigerwald

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Schmankerl für den Gaumen

Die Gegend um Höchstadt an der Aisch gilt als Zentrum der fränkischen Karpfenzucht. In den Genuss eines Karpfens kommt man aber nur  in den R-Monaten, also von September bis März. Der Saft der Trauben jedoch fließt ununterbrochen. Iphofen, Ippesheim, Bullenheim oder Castell sind einige Städte, die voll von Winzern mit unerschöpflichen Quellen bester fränkischer Weine sind.
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Impressionen aus Castell

Castell ist eine unterfränkische Stadt, die am westlichen Rand des Steigerwaldes liegt und sich eng an den Schlossberg schmiegt. Hier werden Spitzenweine angebaut. Castell hat in zweierlei Hinsicht eine große Bedeutung. Am 6.April 1659 wurde die Silvaner-Rebe angepflanzt, die heute noch eine der wichtigsten fränkischen Rebsorten ist. Weiterhin war Castell bis 1806 die Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft und ist bis heute der Stammsitz der Fürstenfamilie Castell. Weithin präsentiert sich der malerische Weinort mit seiner ehemaligen grafschaftlichen Kirche.

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Großstadtfieber und Kleinstadtbesuche

Größere Städte, zwischen denen der Steigerwald eingebettet ist, sind Schweinfurt, Würzburg, Bamberg und Nürnberg.  Jede verlockt  mit seinen großartigen Bauwerken. Auch  Bad Windsheim mit seinen Freilichtmuseum ist nicht zu verachten. Andere Städte wie Prichsenstadt und Mainbernheim bieten beeindruckendes mittelalterliches Flair vom Feinsten.
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Prichsenstadt
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Mainbernheim
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Entdeckungsreise durch den Steigerwald

In der Mitte des Bildes sind Wurzeln und Stamm einer alten Steineiche zu sehen. Eine Holztafel, die am Stamm angebracht ist, verweist auf das Jahr 1750. Links und rechst sind mit Holztüren verschlossenen Eingänge zweier Felsenkeller zu erkennen. Der linke liegt etwas höher als der rechte.

Grosslangheim versteckt bedeutende Werke von Riemenschneider und Ebrach protzt mit seiner monumentalen Abtei und Klosterkirche. Damit ist jedoch die Entdeckungstour noch lange nicht zu Ende. Kirchenburgen beeindrucken in Hüttenheim und Mönchsondheim, traditionelle Felsenkeller zeigen sich versteckt, wie zum Beispiel in Trossenfurth. So ergibt sich in kürzester Zeit auf kleinem Fleck eine umfassende Übersicht über das große, lieb zu gewinnende und gastfreundliche Frankenland.

Ebrach und Grosslangheim

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Kirchenburgen

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Geschrieben am Dezember 25, 2010 - von reisekalle

Nürnberg

Bedeutende geschichtliche Ereignisse

Aus der Vogelperspektive ist der Tiergärtnertorplatz zu sehen. Vom rechten unteren Bildrand zieht ein weißen Haus mit weinroten Fachwerk schräg in die Bildmitte. Am Haus entlang ebenfalls zur Bildmitte hin ziehen drei leere Tischreihen mit Bänken, die von einem Zaun mit Grünpflanzen umgeben sind. Links davon breitet sich der Kopfstein gepflasterte Platz aus. In seiner Mitte steht ein großer Laubbaum um den herum Menschen auf Bänken sitzen. Linker Hand ist noch ein wenig der überdachten begehbaren Stadtmauer zu erahnen. Dahinter (links oben) ist die Kaiserburg im Sonnenlicht zu sehen. Sie wird teilweise durch zwei Fachwerkhäuser verdeckt. Rechts von der Burg nimmt Blauer Himmel das obere Drittel des Bildes ein.

Mit dem Namen Nürnberg denkt man an die Meistersinger, an  Albrecht Dürer, an Spielzeug und den Christkindlmarkt und an Lebkuchen und Bratwürste. Nürberg ist aber auch ein Ort bedeutender  geschichtlicher Ereignisse, von denen man sich an einige wohl ungern erinnert. Es folgen die wichtigsten Eckdaten:

  • 1050 wird Nürnberg zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
  • 1219 verleiht König Friedrich II. dem Ort Stadtrechte
  • 1835 läßt ein bedeutendes technisches Ereignis aufhorchen. Die erste deutsche Eisenbahn verkehrt zwischen Nürnberg und Fürth.
  • 1933-38 beginnen die Schattenseiten in der deutschen Geschichte. Die Reichsparteitage der NSDAP werden hier abgehalten.
  • 1945-49 finden die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse statt.
  • 1952 wird die “Bundesanstalt für Arbeit eingerichtet”
  • 2000 feierte Nürnberg sein 950. Stadtjubiläum

Übrigens kann man im Verkehrsmuseum in der Lessingstraße westlich des Bahnhofs einen original großen Nachbau des ersten deutschen Eisenbahnzuges -  des “Adlers” -besichtigen. Im Luitpoldhain im Südosten der Stadt findet man Reste des einstigen Reichsparteitagsgeländes. Das Dokumentationszentrum, das an die Zeit der Reichsparteitage erinnert, befindet sich in der Kongresshalle.

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Berühmte Persönlichkeiten

Vielleicht sollten noch einige berühmte Persönlichkeiten, die hier gwirkt haben,  genannt werden:

  • Martin Behaim (1459 bis 1506), Kosmograf und Schöpfer des ersten Globus
  • Hans Sachs (1494 bis 1576), Dichter, Meistersinger und zum Zwecke des Broterwerbs Schuhmacher. Seine “Fasnachtsspiele gelten als seine besten Werke und werden heute noch aufgeführt
  • Veit Stoß (1445 bis 1533), bekannter Bildhauer. Ein bedeutendes Werk ist der Krakauer Hochaltar in der Marienkirche. Es ist der größte geschnitzte Flügelaltar der deutschen Gotik
  • Peter Henlein (1480 bis 1542), Erfinder der Taschenuhr (das Nürnberger Ei)
  • Albrecht Dürer (1471 bis 1528), bedeutender Künstler zur Zeit des Humanismus. Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsthistoriker. Das wieder aufgebaute Geburtshaus von Albrecht Dürer in der Nähe des Tiergärtner-Tores zeigt einige Originalgrafiken des Malers, so wie einige Kopien seiner Gemälde und eine “Dürer-Multivision”.

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Ein Spaziergang durch Nürnberg

Es wohl klar, dass Nürnberg aufgrund seiner politischen Bedeutung im Zweiten Weltkrieg ein besonderes  Ziel von Bombenangriffen war. Beim anschließenden Wiederaufbau wurde der historische Grundriss bewahrt. Die mittelalterlichen Stadtmauern mit ihren zahlreichen Toren und Türmen sind größtenteils erhalten geblieben. Innerhalb dieser Mauern bieten die die Burg, die Pfarrkirchen und alten Bürgerhäuser ein umfassendes und eindrucksvolles Bild des alten Nürnberg. Ein paar Eindrücke möchte ich mit der folgenden Bildergalerie wiedergeben.

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Geschrieben am Dezember 25, 2010 - von reisekalle

Schweinfurt

Rathaus - bedeutendster profaner Renaissancebau Süddeutschlands

Die einstmals Freie Reichsstadt Schweinfurt wurde 1294 durch Graf von Henneberg gegründet. Heute ist sie angesehen durch ihre Kugellagerwerke und Farbenfabriken. An bedeutenden Bauwerken ist das historische Rathaus am Marktplatz zu erwwähnen, eine Glanzleistung der Renaissance, welches zu den wichtigsten profanen Renaissancebauten Süddeutschlands zählt. Es wurde von Nikolaus Hofmann aus Halle erbaut. In der St. Kiliankirche ist das 250 qm große Farbglasfenster des Köllner Künstlers Prof. Georg Meistermann sehenswert. Es ist eines der größten Kirchenfenster Deutschland. Auf einem gemütlichen Spaziergang durch Altstadt und Mainpromenade lassen sich weitere Baudenkmäler entdecken, die ich in meiner Bildergalerie vorstelle.

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Geschrieben am Dezember 25, 2010 - von reisekalle

Bamberg, Weltkulturerbe vom Feinsten

Domplatz mit Neuer Residenz. Großer gepflasterter Platz, der im Hintergrund mit Prachtbauten des Barock und der Renaissance begrenzt wird.

Kunst auf sieben Hügeln

Ebenso wie das antike Rom wurde Bamberg auf sieben Hügeln erbaut. Im Jahr 902 wurde die Stadt als Sitz der Babenberger (castrum babenberch) erstmals erwähnt. Es folgten tausend Jahre unermüdliche Baukunst, welche ein einzigartiges Stadtbild schuf, das vom mächtigen Kaiserdom überragt wird. Die Altstadt wurde glücklicherweise vom Krieg verschont und zeigt sich nun stolz als ein denkmalgeschütztes Gesamtkunstwerk zwischen Gotik und Barock.

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Bummeln und Entspannen

Wirthausschild vor Fachwerkhaus mit gründen Fensterläden. Es ist nur ein kleiner Ausschnitt des Hauses zu sehen. Einundeinhalb Fenster mit gründen Läden und roten Blumen. Unter den Fenstern ist das dunkle Fachwerkmuster zu erkennen. An einer gußeisernen Haltuerung hängt außen ein grüner Lorbeerkranz. Über dem Kranz sind vergoldete Eichenblätter angebracht. Zwischen dem Kranz und der Hauswand hängt eine Laterne mit der Aufschrift "Aecht Schlenkerla Rauchbier"

Trotz der quirligen Touristenströme scheint hier die Zeit ein wenig langsamer zu gehen. Fahrräder und Fußgänger beherrschen das Zentrum. Bummeln und entspannen, heißen hier die Zauberwörter. Zahllose Biergärten laden an sonnigen Tagen zu einer Pause ein. Noch nie gehörte Biersorten können ausprobiert werden, denn hier  und in der Umgebung liegt die größte Brauereidichte. Es überrascht deswegen nicht, dass in der ehemaligen Klosterbrauerei ein Brauereimuseum zur Besichtigung einlädt. Das berühmte Schlenkerla sollte zum Erfahrungsschatz eingefleischter Biertrinker gehören, auch wenn der erste Trinkversuch  wegen seines rauchigen Schinkengeschmacks der letzte bleiben sollte. Man hasst das dunkle Märzen oder man liebt es. Dazwischen scheint es nichts zu geben.

Roter Ziegeldächer von Bamberg. Blick auf einen Dachgarten vor einer Fachwerkwand. Im Dachgarten mit rotem Boden hängt links weiße Wäsche. Der vordere und hintere Rand des Gartens ist mit je einer Reihe von großen Topfpflanzen flankiert. Am linken Bildrand ist eine Gasse in der schmalen Häuserschlucht zu erahnen, die links von einer Fachwerkwand begrenzt wird.

1000 Blüten

Im Rosengarten. Den rechten Bildrand nimmt eine große Rokokostatue ein, die im Vordergrund steht. Dahinter sind noch ein paar weitere Statuen, zwischen dem Grün und den Rosen im Park verteilt, zu erkennen. Man kann auch erkennen, das der Garten von schmalen Wegen durchzogen wird, die mit kniehohen gestutzen Büschen umrahmt werden. Im Hintergrund ist die St. Michaelskirche zu sehen.

Gut ist, dass so viele Rastmöglichkeiten bereit stehen, denn die schier unerschöpfliche Flut an Baudenkmälern und Kunstschätzen könnte unser Geist nicht mit einem Schlag erfassen.  Wer statt speisen und trinken die Bewegung vorzieht, der kann hinter der Neuen Residenz im Rosengarten spazieren gehen, in dem sich zwischen den Rokokoskulpturen tausende von Blüten offenbaren. Hier bietet sich auch ein wunderbarer Blick auf die Altstadt und das Kloster Michaelsberg.

Klein-Venedig

Wenn der Himmel strahlend blau ist, kann man entlang der Regnitz von einem Hauch mediteraner Atmosphäre eingefangen werden. Vor allem dann, wenn man am alten Fischerviertel vorbeischlendert, dessen Häuser bis dicht ans Ufer gebaut sind und welches den Beinamen Klein-Venedig trägt. Der Besuch in Bamberg wird sicherlich unvergeßlich bleiben und manchen wird die Sehnsucht ermuntern zurückzukehren.

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Mediteranes Flair


Geschrieben am Dezember 25, 2010 - von reisekalle

Iphofen, historische Weinstadt

Das Rödelseer Tor mit seinem runden Turm rechts im Bild ist im Vordergrund. Etwas links hinter dem runden Turm ist die Spitze des Mittagsturmes zu sehen. Ganz links die Kirche St. Veit. Darüber blauer Himmel mit weißen Wolken durchzogen.

Die Unterfränkische Stadt Iphofen bezaubert durch seine gut erhaltene barocke Altstadt und den Befestigungsanlagen. Das Rödelseer Tor ist das älteste und auch das bekannteste der drei erhaltenen Stadttore. Es gilt als Perle unter Iphofens Bauwerken und ist ein beliebtes Motiv für Maler und Fotografen. Gleich dahinter kommt der Mittagsturm, in dem früher die Kriminellen aufbewahrt wurden. Die Stadtkirche St. Veit und die Kirche Zum Hl. Blut bergen einige Kunstschätze, die einen Besuch lohnen. Der Marktplatz war früher das kommunikative Zentrum. Hier traf man sich um die Tiere zu tränken und Neuigkeiten auszutauschen. Hier wurden regelmäßig Märkte abgehalten. Diese Tradition versucht man durch den Martini-Markt, den Weihnachtsmarkt und das jährliche Iphöfer Winzerfest im Juli neu zu beleben. Als historische Weinstadt werden hier regelmäßig Weinerlebnisführungen angeboten.

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Historische Weinstadt Iphofen


Geschrieben am November 30, 2010 - von reisekalle

Bad Windsheim

Armer Steigerwald-Panorama-Weg

Abgeerntetes goldgelbe Kornfeld, dass fast zwei Drittel des Bildes einnimmt. Links wird es von einem kaum sichtbaren Wiesenrand begrenzt, der sich leicht s-förmig windet und nach links hinter ein paar Bäumen verschwindet. Das Feld wird nach hinten von leichten Erhebungen abgeschlossen, die sich schemenhaft erheben und nach rechts in vereinzelt stehenden Bäumen enden, bevor sie den rechten Bildrand erreichen. Darüber wolkenbedeckter Himmel in weißen, bläulichen und links leicht gelblichen Tönen.

Landschaft in der Windsheimer Bucht. Die Landschaft nimmt das untere Drittel des Bildes ein. Darüber Wolkenhimmel teils bläulich dunkel, teils weiß leuchtend. Mit vagen Wolkenumrissen. Landschaft: Ganz vorn ein Wiesenstreifen, der quer über das ganze Bild zieht. Dan folgt ein Maisfeld. Dahinter in der Mitte eine Reihe von Pappeln und links und rechts und im HIntergrund leichte dunkle Erhebungen.

Bad Windsheim liegt zwischen der Frankenhöhe und dem Steigerwald. Hier beginnt der Steigerwald-Panoramaweg, der mit 9 Etappen und 161 km nach Bamberg führt. Die ersten 2,5 km bis zu einem Weiher mit Unterstellhäuschen und einem Mineralwasserbrunnen verliefen sehr vielversprechend. Weite Aussichten über Wiesen und Felder und abwechslungsreiche Natur, wie z.B. der Hutewald machten Lust auf mehr. Leider verliefen die restlichen 9,5 km der ersten Etappe auf überwiegend langweiligen geschotterten Forstwegen. Auch auf der zweiten Etappe tendierte das Verhältnis zwischen Panoramablicken und Eintönigkeit zum letzteren. Wanderern, denen ich begegnete, beteuerten, dass die mittleren Etappen besser seien. Ich wollte jedoch das Risiko einer weiteren eindruckslosen Tageswanderung nicht eingehen und brach das Unternehmen ab. Bei späteren Rundwanderungen traf ich immer wieder auf den Panoramweg, der teilweise interesante Abschnitte zeigte, wie z.B. zwischen Bullenheimer Berg und Iphofen, mich aber dennoch nicht mehr überzeugen konnte.
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Entspannung mit Bier in Bad Windsheim

Dagegen war ein Spaziergang durch Bad Windsheim entspannend. Das Stadtbild war nett anzuschauen und die stadteigene Brauerei Döbler bewies, dass Biere mehr als nur ein paar Geschmacksrichtungen haben können.

Bierauswahl bei Döbler!

Impressionen aus Bad Windsheim

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Das Landleben vor vielen, vielen Jahren

Das Fränkische Freilandmuseum  am Stadtrand von Bad Windsheim sollte man nicht auslassen. Auf einem  50 ha großen Gelände werden über 100 charakteristische ländliche Häuser in sieben Baugruppen vorgestellt. Der Besucher kann sich unter anderem ein Bild über das Leben im Altmühltal, an der Regnitz oder im tiefsten Mittelalter machen. Regelmäßige Sonderausstellungen und Veranstaltungen vervollkommnen den informationsreichen Ausflug.

Übersichtskarte des Fränkischen Freilandmuseums

Impressionen aus dem Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim
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